+

Kuhschisslotterie in Kaichen: Milli und Miriam zieren sich

  • schließen

Acht Jugendliche wollten die Kerb in Kaichen wiederbeleben. Das ist ihnen gelungen. Zum Beispiel mit der Kuhschisslotterie. Auch wenn dabei nicht alles so gelaufen ist, wie geplant.

Niddatal-Kaichen(udo). Bei der ersten Kuhfladenkerb in Kaichen ist es am Samstag zwei Runden lang nicht zu einem Ergebnis gekommen. Die hübschen Jerseyrinder Miriam und Milli zogen zwar über das Spielfeld und betrachteten interessiert die Gäste, doch hob Milli erst eine Minute nach Spielschluss den Schwanz. Der Treffer war damit ungültig.

Ein Rasenstück am Bürgerhaus war dafür in jeweils zwei Quadratmeter große Felder eingeteilt worden, für die Lose erworben werden konnten. Das Prinzip: In jeder Runde spaziert eine Kuh über den Platz, und der Inhaber des Loses des Feldes, auf dem sie einen Fladen deponiert, bekommt bis zu 700 Euro - wenn die Kuh sich denn entscheiden kann.

Andreas und Christopher Wyschka brachten ihre Rinder aus Assenheim nach Kaichen, Michael Hahn moderierte und die Jury des Kerbteams beobachtete das Geschehen. Miriam und Milli tänzeln über den Platz, vollführten anmutige Sprünge und machten sich am Spielfeldrand mit dem Publikum bekannt. Währenddessen diskutierten kuh-kundige Zuschauer, mit welchen Kräutern die Verdauung der Tiere wohl zu animieren sei.

Doch alle Einflussnahme von außen war ergebnislos. Selbst der Versuch, mit klassischer Musik die Därme zu stimulieren, scheiterte. Immer wieder dachten die Gäste, es sei gleich so weit. Sie wurde jedoch von den koketten Rindviechern hingehalten, bis das Spiel schließlich abgepfiffen wurde. Unmittelbar danach legte Milli dann los. Es war also nicht das Schamgefühl, das sie zaudern ließ. Da keine Ergebnisse erzielt wurden, gingen je 700 Euro an die Behindertenhilfe Ockstadt und an den Verein für schwer kranke Kinder in Bruchköbel.

Kerb in Kaichen: 350 Liter Freibier

Als der beliebte Abend der Vereine am Kerbsamstag vor fünf Jahren nicht mehr zustande kam und das Publikum auf die attraktiven Vorführungen und die Wahl der Kerb-Lies verzichten musste, war die Kaicher Kerb auf einem Tiefpunkt angelangt. Deshalb hatten ich jetzt acht Jugendliche zusammengefunden, um wieder eine ansprechende Kerb zu organisieren.

Das Organisationsteam erklärte: "Nachdem letztes Jahr unsere Mallorca-Party gut angekommen ist, haben wir uns dazu entschieden, auch diesmal eine Party zu arrangieren, die am Samstagabend stattfindet - mit Specials, wie unserer Happy Hour und DJ Rudi." Von der Feuerwehr wurde unter Mitwirkung des Musikzugs Niddatal der Kerbbaum aufgestellt.

Zwei Sonntagsspiele waren auf den Freitag verlegt worden. Das Spiel der Gemeinschaft Bruchenbrücken/Kaichen II gegen den VfB Friedberg II musste abgesagt werden. Wie Spielausschussmitglied Edmund Kliem mitteilte, gewann der FC Kaichen gegen den Traiser FC bei hohem Publikumszuspruch mit 4:3.

Der Musikzug Niddatal weckte am Sonntag die Schläfer. Es folgte der Gottesdienst in der Kirche, den Prädikant Gerd Schwalm feierte. Am Sonntagnachmittag folgte das Human-Table-Soccer-Turnier mit Teams zu jeweils fünf Personen mit Kuchenverkauf und Spaß für Jung und Alt.

Beim Frühschoppen am Montag spielten die "Neuberger Buam". Das Organisationsteam kommentierte: "Mit 350 Litern Freibier sollte der Durst gestillt sein." Für die kleinen Besucher gab es außerdem wie jedes Jahr an zwei Tagen die Karussellfreifahrten. Der Rummelplatz war an drei Tagen geöffnet.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare