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Konfis gestalten Eier und Steine

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal (udo). Ein Kreuz steht derzeit vor der Kaicher Kirche und kann durch die Gitter des Portals betrachtet werden. Davor liegen große bunte Eier und braune Steine. Diese wurden von den Konfirmanden einzeln angefertigt und mit Begriffen beschriftet, welche sie in diesen Tagen beschäftigen: Covid 19, Krankheit, Ignoranz, Trauer, Krieg, Tod. Die Eier tragen die Schriftzüge: Glauben, Hoffnung, Liebe, Glück, Freude.

Das Hoffnungs-Ei ist mit einem symbolischen Anker versehen. Auf den Freude- und Glück-Eiern glänzen die Regenbogenfarben. Die Botschaft »Glauben« ist gesprenkelt wie ein Sperber-Ei. Die »Liebe« trägt hoffnungsblaue Tupfer und erinnert an Yin und Yang. Zacken machen darauf aufmerksam, dass »Frieden« ein mühsamer Prozess ist.

Pfarrerin Evelyn Giese erläutert auf Anfrage, dass die Konfirmanden zum Beginn der Karwoche jeder für sich Steine mit den »Lasten« aufgestellt hatten. Giese: »Diese Lasten wurden in Gestalt der beschrifteten Steine symbolisch zum Kreuz Christi gebracht.« Die Konfirmanden haben die Steine in Einzelarbeit gefertigt und vor das Kreuz gelegt. So seien die Lasten sinnbildlich an Christus abgegeben worden. Die Konfirmanden hatten die Steine vorher einzeln dem Küster oder einer Kirchenvorsteherin gezeigt.

Bis zum Ostersonntag brachten die Konfirmanden nacheinander auf den Eiern Ostersymbole und -botschaften in den Kirchgarten - unter Ausschluss der Öffentlichkeit und jeder Jugendliche für sich.

Die Steine im Eingangsbereich der Bönstädter Kirche tragen die Aufschriften: Leid, Hass, Trauer. Die Eier gelten dem Zusammensein, dem Glauben, dem Frieden und Vertrauen. Das Glaubens-Ei schmücken ein Kreuz und ein stilisierter Fisch, das dem Zusammensein gewidmete Ei zeigt Puzzle-Teile.

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