Frank Uwe Pfuhl erklärt den Wanderern zum Beispiel, dass die kleinste Fledermaus nur fünf Gramm wiegt. FOTO: PRW
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Frank Uwe Pfuhl erklärt den Wanderern zum Beispiel, dass die kleinste Fledermaus nur fünf Gramm wiegt. FOTO: PRW

Wo die kleinste Fledermaus zu Hause ist

  • vonred Redaktion
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Niddatal-Assenheim(prw). Unter dem Motto "Fit und gesund durch die Wetterau" ging es am Samstag zusammen mit Erster Kreisbeigeordneter Stephanie Becker-Bösch und dem NABU Wetterau auf Fledermaus-Erkundungstour.

Fledermäuse schlafen kopfüber und sehen mit den Ohren. Wie orientieren sie sich in der Dunkelheit? Was fressen sie? Und wie groß ist die größte Fledermaus? Darauf gab es am Samstag Antworten. Rund 25 große und kleine Interessierte kamen am Abend zur Fledermausnachtwanderung nach Assenheim.

Bevor es mit dem "Bat-Detektor" bei Dämmerung auf Suche der nachtaktiven Flatterer ging, erklärte Frank Uwe Pfuhl am Umweltmobil des NABU Wetterau die Lebensweisen der bei uns vorkommenden Arten: "Fledermäuse sind die einzigen Säugetiere, die zu aktivem Flug in der Lage sind. Auch wenn es der Name vielleicht vermuten lässt, sind Fledermäuse keine Mäuse. Sie gehören zu den Fledertieren." In Deutschland gibt es rund 25 Fledermausarten. Die kleinste, die auch in der Wetterau ansässig ist, wiegt fünf Gramm und hat eine Spannweite von 20 Zentimetern, während die größte 50 Gramm wiegt und eine Spannweite von 40 Zentimetern erreicht.

Tagsüber suchen sich Fledermäuse ein ruhiges, warmes und trockenes Plätzchen. In der Dämmerung gehen sie auf Beutefang. Um zu überleben, muss eine Fledermaus täglich bis zu ein Drittel ihres eigenen Körpergewichts fressen.

Nach der theoretischen Einführung ging es entlang der Wetter los. Schließlich sollten auch einige Originale gesichtet werden. Mithilfe eines Detektors wurden die Ultraschalllaute der Fledermäuse für den Menschen hörbar gemacht. Bei ihrer Jagd nach Insekten konnte dann beispielsweise eine Zwergfledermaus beobachtet werden.

Auf die Frage, was die größte Bedrohung für die Fledermäuse sei, antwortet Pfuhl: die Intensivierung der Landwirtschaft und der Lebensraumverlust. Hausbesitzern riet er, Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten und auf chemische Schädlingsbekämpfung im Garten zu verzichten.

Beim Abschluss der Wanderung dankte Becker-Bösch: "Ich freue mich, dass so viele Interessierte bei dieser Extra-Tour mitgewandert sind."

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