Der kommunale Kindergarten soll am Rand des Klostergeländes errichtet werden.	FOTO: UDO
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Der kommunale Kindergarten soll am Rand des Klostergeländes errichtet werden. FOTO: UDO

»Kinderdorf« oder »Kleine Raupe«?

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal-Ilbenstadt (udo). Die Mitglieder des Sozialausschusses und des Bauausschusses haben sich am Montagabend über die Pläne zum Bau der kommunalen Kita in Ilbenstadt informiert. Die Architekten des Planungsbüros stellten die beiden Varianten »Kinderdorf« und »Kleine Raupe« vor, die beide ungefähr gleich viel kosten dürften. Der Magistrat favorisiert die erste Variante.

Probleme: Abholen und versorgen

Drei Architekten vom Planungsbüro »1100« aus Frankfurt - Geschäftsführer Gunter Weyrich, Teamleiterin Karin Kohlhaas und Jillian Hullmann - präsentierten im Bürgerhaus Assenheim die beiden Modelle. Sie betonten, die Klosteranlage sei zwar eine Herausforderung, aber man kenne sich im Denkmalschutz aus. Ein Problem sei das starke Gefälle auf dem Gelände. Schwierig sei auch weiterhin die Zufahrtsfrage.

Variante eins, das »Kinderdorf«, sieht einzelne kleine Baukörper auf jeweils einer Ebene vor, die durch Rampen miteinander verbunden werden. Diese würden längere Wege erfordern. Alle Räume haben ebenerdige Eingänge. Möglich seien Flachdächer oder geneigte Dächer.

Bei Variante zwei, der »Kleinen Rampe«, folgt ein mäanderartiges Band der Höhensituation des Areals. Hier wären flachgeneigte Dächer oder versetzte Pultdächer möglich.

Beide Entwürfe haben gemeinsam, dass sie sich in die Umgebung einfügen würden. Die Gebäude können, den Vorgaben folgend, bis zu vier Meter hoch werden. Die naturgemäß geräuschintensiven Räume der Kinderbetreuung liegen ausreichend weit vom Oekogeno-Projekt entfernt. Problematische Punkte sind in den Augen der Architekten die Bring- und Abhol- Situation der Kinder sowie die Versorgung. Nachhaltigkeit werde angestrebt. Angedacht ist eine Photovoltaikanlage.

Kostenpunkt: 3,5 Millionen Euro

Karl-Heinz Bickel im Publikum kritisierte, dass Varianten vorgestellt würden, obwohl die Entscheidung schon gefallen sei. Oliver Seuss (Grüne) hob hervor, dass der Magistrat viel zu früh entschieden habe. Der finanzielle Hintergrund sei völlig unklar. Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel betonte, die Kosten könnten bei 3,5 Millionen Euro liegen. Die Baudauer könnte 15 Monate betragen. Eine spätere Erweiterung dürfte schwierig sein.

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