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Kartoffeln und Schotten beim Kappenabend

Niddatal-Kaichen (udo). Beim Kappenabend des Gesangvereins Eintracht feierten am Freitagabend gleich zwei Tanzgruppen ihr 20-jähriges Bestehen: »Ladykracher« und »Heringe«.

Erstere zeigte unter dem Motto »Schlaflos« ihr Können, während das Männerballett zum Abschluss des Abends durchs schottische Hochland und verschiedene Zeitalter zog.

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Die Begrüßung durch den Präsidenten Michael Hahn wurde von einer Gruppe Ole-Ole-und-Schalala-Gröler unterbrochen. Im Anschluss wurde gemeinsam ein lustiges Faschingslied angestimmt. Mehrere Tanzgruppen der Weiberfassenacht unterstützten den Kappenabend. Die »Wilden Hühner« kamen als Froschkönige und rollten ausgiebig ihre goldenen Kugeln über die Bühne.

Das Kinderprinzenpaar Hendrik und Michelle der Erbstädter »Nachteulen« grüßte und wünschte gute Unterhaltung, bevor die »Happy Feet« in rasantem Tempo und in prächtigen Kostümen in den Urwald entführten. Hiltrud Hahn kam als Super-Hausfrau, die alles im Griff hat, konnte jedoch nur fortwährenden Kartoffelverzehr empfehlen. Sie wusste: Quellkartoffeln sind in allen Lebenslagen treue Helfer.

Landwirt bezaubert durch Charme

Die »Dance Generation« erschien als Schornsteinfegertruppe. Ihr Motto: Herrlich ist die Fegerei. Das Prinzenpaar Julia Hahn und Stephanie Bahr klagte darüber, die Kronen immer in der S-Bahn zu vergessen. Das Paar harmonierte vorzüglich, die Gäste hatten Spaß. Stefan Koschorr musizierte, und die Gruppe »Acabella« sang über Facebook, die NSA, ein neues Handy und lieferte eine mitreißende Techno-Parodie. Julian Reichhold kam als Landwirt, der eine Frau sucht, laborierte an einer engen Mutterbindung und bezauberte mit seinem deftigen Charme die Damenwelt. Danach konnte auch das Bönstädter »Wissegickel«-Prinzenpaar David und Mareike willkommen geheißen werden.

{newPage}Als »Breath Taking« sein hinreißendes Märchenstück tanzte, war nicht zu entscheiden, ob Rotkäppchen oder Wölfe niedlicher waren. Zwei Karaoke-Sets ließen das Publikum mitsingen.

Ehrenpräsident Heinz Fink handelte als »Kaascher Bauer« Gülle-Fragen appetitlich ab und gedachte wehmütig diverser früherer Pfarrer. Nach 35 Jahren verabschiedete er sich von der Bühne. Die »Ranzengarde« tanzte zu »The Lion sleeps tonight« durch Afrika, und die »Krebsbach-Spatzen« Maike Cetin und Iris Frech sorgten nach der Pause mit Schlagern für gute Laune.

Die »Black Lights« zeigten ihre spektakuläre Schwarzlichtshow mit anatomischen Verrenkungen. »Alkoholgegner« Michael Hahn verbreitete im Saal umstrittene Ansichten, denen er selber nicht recht traute und deshalb umso intensiver Spirituosen vernichtete.

Die »Peanuts« des Turnvereins Vorwärts Ilbenstadt zeigten ihren Puppentanz, bevor »Gastrednerin« Silke Merz berichtete, wie aufgeregt sie vor dem ersten Auftritt war und sich dann zur Durchschnittlichkeit bekannte.

Die »Black Diamonds« tanzten »Royal Guard goes wild« und hatten ihre eigene Queen dabei, die als einzige der Aktricen keine Bärenfellmütze trug. Zum Schluss der Vorstellung zeigte sich unterm Jubel des Publikums, dass sich hinter der Truppe die »Spice Girls« verbargen.

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