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Ein Foto aus besseren Zeiten: die Gruppe »Generation B« bei der Seniorensitzung der Stadt Niddatal im Jahr 2020. ARCHIVFOTO: UDO

In Erinnerungen schwelgen

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal (udo). In diesem Jahr wird vom Karneval nicht viel zu bemerken sein. Was den Närrinnen und Narren bleibt, sind Rückblicke auf frühere Sitzungen und die Hoffnung auf eine kontaktfreudigere Zukunft. Da krisenbedingt das Faschingsgeschehen weitestgehend ausfällt, fragt sich, was die Karnevalisten in der Not machen. Gibt es Betätigungsfelder, die sich trotz der Einschränkungen eröffnen?

Durchhalten ist die Devise

Kerstin Höhl, Vorsitzende der »Weiberfassenacht« in Kaichen, sagt, dass derzeit wegen der Kontaktbeschränkung leider nichts geschehen könne. Alle Akteurinnen und Vorstandsmitglieder seien digital miteinander verbunden und hielten sich mit Fotos und Texten aus früheren Sitzungen aufrecht. Sobald es möglich sei, werde die Hauptversammlung der »Weiberfassenacht« abgehalten werden, bei der auch Neuwahlen anstünden.

In der Planung sei derzeit, das Training wieder aufzunehmen, sobald die Kontaktbeschränkungen gelockert werden. Die Büttenrednerinnen und Sängerinnen stimmten sich telefonisch und digital ab, was in der neuen Kampagne auf die Bühne gebracht werden soll. Dann werde jeder für sich proben müssen.

Die Karnevalistinnen hoffen, dass ihre Sitzungen 2022 stattfinden können. Die Kostüme würden im Mai oder Juni genäht. Die Themen der Tänze stünden schon fest; es wurde zum Teil bereits im Vorjahr dafür geprobt. Höhl fasst zusammen: »Wir hoffen, dass sich für die neue Kampagne alles umsetzen lässt und es keine Abstandsregeln mehr gibt.«

Florian Künze, der zweite Vorsitzende der Assenheimer Karnevalgesellschaft Verein Humor (AKG), teilt Vergleichbares mit. Leider hielten sich die Aktivitäten der AKG in Grenzen, da momentan nicht viel umsetzbar sei. Die AKG organisiert für den heutigen Samstag, 6. Februar, ein virtuelles »Wine Tasting«. Auch werde für die Mitglieder und aktiven Fastnachter gerade eine Aktion vorbereitet, zu der es noch nähere Infos geben werde.

Vor zwei Wochen, als eigentlich die Kostümsitzungen in der Narrhalla hätten starten sollen, hatten die AKG’ler zwei Banner in Assenheim platziert, um die närrische Zeit zumindest ein bisschen einzuläuten. Darauf ist zu lesen: »Assem Helau - Wir stehen zusammen und halten durch«.

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