Mauer
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Seit Jahren müsste die Mauer beim Nonnenhof in Ilbenstadt restauriert werden.

Nonnenhof

Ilbenstadt: Bruchsteinmauer von Nonnenhof in desolatem Zustand – Gefahr für Spaziergänger

  • vonUdo Dickenberger
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Einst ein imposantes Bauwerk, jetzt eine Gefahr für Menschen? An der Bruchsteinmauer des Nonnenhofs in Ilbenstadt nagt der Zahn der Zeit allzu deutlich. Die Sanierung hat aber keine Priorität.

  • Krone der Mauer beim Nonnenhof in Ilbenstadt ist vor vielen Jahren heruntergestürzt.
  • Baumaßnahmen wurden anschließend jedoch keine eingeleitet – obwohl es sich um ein historisches Bauwerk handelt.
  • Für den Aufbau ist der Denkmalschutz und das Land Hessen zuständig.

Eine Leserin hat auf den desolaten Zustand der Bruchsteinmauer des Nonnenhofs hingewiesen. Die Frau schreibt, sie sei in Ilbenstadt aufgewachsen und habe den Nonnenhof - früher Frauenkloster der Prämonstratenser, heute Staatsdomäne - mit seiner imposanten Mauer immer bewundert. Nun aber mache sie sich Sorgen.

Vor etwa 30 Jahren sei an einer Stelle die Krone dieser Mauer auf den vorbeigehenden Fußweg gestürzt, erinnert sich die Frau. Lange Jahre sei der Weg dann abgesperrt gewesen.

Bruchsteinmauer Nonnenhof in Ilbenstadt: Gefahr für Spaziergänger

Diese Absperrung sei nach einiger Zeit entfernt worden, ohne dass allerdings irgendwelche Baumaßnahmen zur Absicherung oder Wiederherstellung der historischen Mauer zu sehen seien.

Es werde nichts für die Mauer getan, kritisiert die Leserin. Sie zerfalle immer weiter und sei mittlerweile in einem Zustand, dass sie jeden Augenblick weiter einstürzen könne.

Dabei könne ein gerade vorbeigehender Spaziergänger erschlagen werden, befürchtet die Frau. An einer Stelle würden schon Bäume aus dem Mauerwerk wachsen. Es bestehe akuter Handlungsbedarf. Man sollte aber nicht wieder nur den Weg absperren, sondern das historische Bauwerk erhalten.

Bruchsteinmauer beim Nonnenhof in Ilbenstadt: Stadt ist nicht zuständig

Kreissprecher Michael Elsaß teilt auf WZ-Anfrage mit, die Mauer werde im Zuge durchzuführender Arbeiten restauriert, sei aber nicht prioritär. Ein Dach, das in einer Domäne zu reparieren sei, habe Vorrang.

Auch Bürgermeister Michael Hahn kennt die Situation, weist aber darauf hin, dass die Stadt Niddatal hier nichts zu sagen habe und der Denkmalschutz und das Land Hessen zuständig seien. Vom Landesamt für Denkmalschutz war indes bis zum Redaktionsschluss keine Stellungnahme zu erhalten.

Das jährliche Kürbisfest auf dem Nonnenhof kann dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Die Scheune ist für den Kürbisverkauf dennoch geöffnet.

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