Hertel: Bedarf an U 3-Plätzen wird gedeckt

Niddatal (hed). Um die Betreuungssituation der unter Dreijährigen in Niddatal zu verbessern, hat das Stadtparlament in seiner jüngsten Sitzung die Schaffung von 22 neue Plätzen in der städtischen Kita Assenheim beschlossen. Zudem wurde die Sanierung der Kita in Kaichen in die Wege geleitet.

Bis nächstes Jahr möchte die Stadt in Niddatal 95 Plätze für Kleinkinder anbieten.

In der städtischen Kita in Assenheim werden unter Dreijährige derzeit noch mit einer Sondergenehmigung für acht Plätze betreut. Künftig sollen hier 30 angeboten werden. Dafür müssen allerdings vorhandene Gruppenräume für geschätzte 120 000 Euro umgebaut werden – und die Betreuungsschule "Mäusezahn" muss ausziehen. "Wir werden sie nicht rausschmeißen", betonte Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel im Gespräch mit der WZ. Man wolle sich zusammensetzen, um den Übergang zu regeln. Wie berichtet ist angedacht, dass "Mäusezahn" ins die benachbarte, leerstehende Schlachthalle einzieht.

Der Magistrat will nun versuchen, Fördermittel für den Kita-Umbau zu beantragen, der Topf könnte allerdings schon leer sein, befürchtet Hertel. Niddatal war seinerzeit die erste Kommune, die Mittel aus dem U3-Ausbau-Programm des Bundes beantragt hatte. Die Stadt musste einen Zuschuss über 450 000 Euro aber zurückzahlen, weil der bereits vor Jahren geplante Anbau an die Kita wegen gestiegener Kosten und rechtlicher Unklarheiten nicht zustande gekommen war (die WZ berichtete).

Der dazu eingesetzte Akteneinsichtsausschuss will nach der Sommerpause seinen Bericht vorlegen.

Das Parlament beschloss zudem die Sanierung der Kita in Kaichen, in der für 65 000 Euro die Sanitärräume, die Heizungsanlage und der Brandschutz instandgesetzt werden. Ein Beschluss über einen Erweiterungsbau mit dringend benötigen Sozial- und Abstellräumen steht jedoch noch aus.

Mit diesen und weiteren Maßnahmen möchte die Stadt im kommenden Jahr etwa 95 Plätze für unter Dreijährige in Kitas und bei Tagesmüttern und -vätern vorhalten und damit den Bedarf decken. Hertel hatte den Parlamentariern im Ausschuss anhand von vergangenen und prognostizierten Geburtenraten detailliert dargelegt, wie er auf diese Zahl kommt. So hatte die Jahrgangsstärke in den vergangenen Jahren bei gut 80 Kindern gelegen. Hertel geht jedoch davon aus, dass diese Zahl sinkt – auch, weil das Baugebiet "Gollacker" nicht ausgewiesen wird.

Die Stadt möchte Eltern in allen vier Stadtteilen Betreuungsmöglichkeiten anbieten, betonte Hertel. In Assenheim und Ilbenstadt gebe es eine starke Nachfrage. In Kaichen würden bislang noch keine Kleinkinder in der Kita betreut, sie sind in einer der beiden Krabbelgruppen in Bönstadt, in denen es derzeit noch freie Plätze gebe.

Einzig die Grünen stimmten bei der Stadtverordnetenversammlung gegen die vorgeschlagenen Maßnahmen. Fraktionschef Dieter Eisenberg bemängelte, dass es kein Angebot für Einjährige in Kaichen und Ilbenstadt gebe. Zudem fehle ein schlüssiges Raumkonzept für die Kita Kaichen.

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