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Dunkle Wolken über dem Haus St. Gottfried neben der Basilika. Das Gebäude steht seit Jahresbeginn leer.

Haus Sankt Gottfried: Zukunft noch unklar

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal-Ilbenstadt (udo). Die Zukunft des Hauses Sankt Gottfried ist ungewiss. Seit der Schließung zu Beginn des Jahres gibt es noch keine Hinweise daraus, was aus dem Gebäude werden soll.

Tobias Blum von der Bischöflichen Pressestelle teilt auf Anfrage mit: »Das Haus ist geschlossen und wird seitens des Bistums verwaltet und in betriebsbereitem Zustand gehalten.« In wesentlichen Teilbereichen sei derzeit Platz für das Gemeindeleben der örtlichen Kirchengemeinde geschaffen worden. Blum: »Das Bistum Mainz beabsichtigt, das Areal des Hauses Sankt Gottfried zu veräußern und steht mit Interessenten in ersten Kontakten.« Verschiedene Gliederungen der Pfarrei wie Altengemeinschaft, Kolpingsfamilie und Basilikachor können einzelne Räume einstweilen weiter nutzen.

Wie es heißt, sucht der Diözesanverwaltungsrat nach Käufern, Gespräche finden statt, aber Ergebnisse hinsichtlich des Verkaufs des Anwesens und einer weiteren Nutzung liegen noch nicht vor.

Wie Bürgermeister Michael Hahn im vergangenen Herbst nach einem Gespräch mit dem Bischöflichen Ordinariat in Mainz mitteilte, stand die Existenz des Hauses seit der betriebswirtschaftlichen Untersuchung vor 20 Jahren auf der Kippe. Das Haus, die Familienbildungsstätte des Bistums im ehemaligen Prämonstratenser-Kloster, habe mit dem verstorbenen Kardinal Dr. Karl Lehmann wegen der kulturgeschichtlichen Bedeutung des Hauses und der Nähe der Basilika minor einen entschiedenen Verteidiger gehabt.

Doch gegen die 700 000 Euro Defizit im letzten Jahr vor Corona, 2019, habe sich schließlich nichts mehr einwenden lassen. Seit der großen Renovierung vor 15 Jahren sei Sanierungsbedarf aufgelaufen.

Es werden im Laufe des Jahres weitere Gespräche stattfinden, an denen das Ordinariat, die Kommune, der Landkreis und die Pfarrei teilnehmen werden.

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