Haltepunkt reaktivieren

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Niddatal(pm). Der Bahnhaltepunkt in Erbstadt-Kaichen sollte wieder in Betrieb genommen werden - dafür spricht sich Bürgermeisterkandidat und SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Bär aus Nidderau aus. "Mir gegenüber wird immer wieder dieser Wunsch geäußert", sagt Bär. Seit etwa 25 Jahren wird der Haltepunkt nicht mehr genutzt.

Der SPD-Kandidat hat für die jüngste Stadtverordnetenversammlung eine entsprechende Resolution vorbereitet. Darin wolle er die Deutsche Bahn und den RMV dazu auffordern, eine Wiederinbetriebnahme zu prüfen. Hintergrund dieser Aufforderung ist nach Aussage Bärs zum einen die gestiegene Bevölkerungszahl im Bereich des Haltepunkts. Zum anderen soll damit auch die vom Bund und dem Land Hessen gewünschte Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs umgesetzt werden. Oftmals seien die Bürger aus Erbstadt und Kaichen dazu gezwungen, mit dem Auto zu einem anderen Bahnhof zu fahren. Dies koste den Betroffenen Zeit und Geld und belaste darüber hinaus die Umwelt, sagt Bär.

"Mir ist bewusst, dass es in der Vergangenheit bereits zahlreiche und erfolglose Bemühungen in dieser Sache gab", sagt der Politiker. "Auch wenn die Chancen einer Wiederinbetriebnahme gering sind - ich möchte es versuchen." Er hofft nun sowohl auf die Unterstützung aller Fraktionen in Nidderau als auch der Niddataler Stadtverordnetenversammlung.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe unterstützt das Vorhaben Bärs, eine Wiederinbetriebnahme des 1995 stillgelegten Bahnhaltepunkts von der Deutschen Bahn prüfen zu lassen.

Die Notwendigkeit, mit dem Auto zunächst einen anderen Haltepunkt anfahren zu müssen, passe nicht mehr zum gestiegenen Bedarf einer gewachsenen Bevölkerung und zu den Anforderungen des Klimaschutzes. "Deshalb begrüße ich ausdrücklich die Initiative von Andreas Bär. Die Deutsche Bahn und der RMV sollten hier reagieren und das Anliegen aus Nidderau wohlwollend prüfen", erklärte Raabe.

Er will sich nach der Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung mit einem entsprechenden Unterstützungsschreiben an die Deutsche Bahn, den Rhein-Main-Verkehrsverbund und das Verkehrsministerium wenden, um das Nidderauer Vorhaben auf Bundesebene zu unterstützen.

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