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Spielfilmniveau mit eingeblendeter Location und den dazu passenden Geräuschen: »Emil und die Detektive« funktioniert mit viel Engagement der Theatergruppe Assenheim auch online.

Großes Lob für digitales Format

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Niddatal-Assenheim (pm). Theater spielen auf der Bühne geht auch im Kinderzimmer. Das haben die Jüngsten der Theatergruppe Assenheim ausprobiert und erfahren. Nicht ganz freiwillig, denn Corona und die Maßnahmen haben die Schauspieler dazu »gezwungen« (die WZ berichtete): Kürzlich führten sie online das Stück »Emil und die Detektive« auf. Die Resonanz auf dieses Format sei durchweg positiv gewesen.

Zuschauerin Anja Arndt hat den Schauspielern eine besonders positive Rückmeldung geschrieben, die an dieser Stelle veröffentlicht wird:

»Diese Nachricht wurde bei uns mit Begeisterung aufgenommen, denn schon seit einigen Jahren besuchen wir die Vorstellungen der Theatergruppe Assenheim und schauen uns fasziniert die Inszenierungen dieser großartigen Truppe an. Im Sommer die Musical-Aufführungen der Kinder- und Jugendlichen im Bürgerhaus Assenheim und die großen Vorweihnachtsinszenierungen in der imposanten Atmosphäre des Dolce Bad Nauheim. Immer wieder sind wir verzaubert von den Kompositionen, den Darstellern und dem fantastischen Bühnenbild, versinken in den Geschichten, wippen im Takt mit der Musik und genießen Musical vor Ort.

2020 haben wir vieles vermisst, auch die lieb gewonnene Tradition unseres Familienbesuchs bei der TGAss. Umso größer war die Freude, als wir hörten, dass ein digitales Theaterprojekt von den Jüngsten der Theatergruppe aufgeführt wird. Und dann auch noch »Emil und die Detektive« - eine unserer Lieblingsgeschichten.

Die Geschichte von Emil Tischbein, Gustav mit der Hupe und dessen Freunden, dem Herr mit dem steifen Hut und all den turbulenten Verfolgungsjagden haben wir mehr als einmal gelesen. Wie das Ganze jedoch digital dargestellt werden könnte und das auch noch aus den einzelnen Kinderzimmern der Darsteller - das konnten wir uns nun wirklich nicht vorstellen. Voller Vorfreude und Neugier wurde hier bei uns die You- tube-Premiere erwartet - nicht im Theatersaal, sondern gemütlich auf dem Sofa.

Von Kinderzimmer keine Spur

Bereits nach den ersten Minuten nicken wir uns begeistert zu - absolutes Spielfilmniveau, eingeblendete Locations und dazu passende Geräusche - von Kinderzimmern weit und breit keine Spur. Bild und Ton sind vielleicht nicht immer studioreif, aber das tat unserer Zuschauerfreude keinen Abbruch, denn das kennen wir selbst von vielen Homeoffice-Konferenzen und Online-Schulstunden.

Die Kurzfassung des Buches von Erich Kästner ist absolut liebevoll inszenierte. Besonders gut hat uns gefallen, dass die Geschichte im Hier und Heute mit zwei Schülerinnen beginnt, die als Hausaufgabe eine Zusammenfassung des Buches schreiben sollen. Und schon ist man mitten im Geschehen.

Wir kennen den Verlauf, und tauchen in das lebhafte und dynamische Spiel ein, in schnelle Szenen, Raufereien und Verfolgungsjagden - und ja, das funktioniert digital wunderbar.

Alle spielen mit Herz, Spaß und Leidenschaft und mit dem berühmten TGAss-Augenzwinkern. Denn als die Suche nach dem Geld fast aussichtslos erscheint, sind es die zwei Schülerinnen, die den entscheidenden Tipp geben.

Und wer, wie wir, regelmäßig die Aufführungen der TGAss besucht, der vermisste den kleinen Auftritt des Gründers Norbert Deforth in einer der Szenen. Hier erscheint er nun - als Erich Kästner, der diese Geschichte weitererzählt. Wir hatten eine Menge Spaß und waren am Ende ganz überrascht, wie schnell die knapp 40 Minuten verflogen sind.

Liebe Organisatoren: Ihr habt diese Geschichte ganz wundervoll in digitaler Form weitererzählt. Nur die traditionelle Schlussmelodie, die haben wir in diesem Jahr selbst gesungen: »Wir sagen auf Wiedersehn, mit euch war es wunderschön.«

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