Das Haus Sankt Gottfried hat 2019 ein Defizit von 700 000 Euro eingefahren. Zum Jahresende wird es geschlossen. FOTO: UDO
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Das Haus Sankt Gottfried hat 2019 ein Defizit von 700 000 Euro eingefahren. Zum Jahresende wird es geschlossen. FOTO: UDO

Schließung

St. Gottfried steht seit 20 Jahren auf der Kippe

  • vonUdo Dickenberger
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Nachdem das Bistum bekanntgegeben hat, dass das Haus Sankt Gottfried in Ilbenstadt geschlossen wird, hat Bürgermeister Michael Hahn mehr Details über die Hintergründe erfahren.

Die Zukunft des Hauses Sankt Gottfried ist ungewiss. Klar ist bislang nur, dass es zum Ende des Jahres geschlossen wird. Verschiedene Gliederungen der Pfarrei wie die Altengemeinschaft, die Kolpingfamilie und der Basilikachor können einzelne Räume aber wohl weiter nutzen. Nun hat Bürgermeister Michael Hahn mit dem Bischöflichen Ordinariat in Mainz gesprochen und mehr über die Hintergründe erfahren.

Wie Hahn danach mitteilt, habe die Existenz des Hauses Gottfried seit einer betriebswirtschaftlichen Untersuchung vor 20 Jahren immer auf der Kippe gestanden. Das Haus, die Familienbildungsstätte des Bistums im ehemaligen Prämonstratenser-Kloster, habe indes mit dem vor zweieinhalb Jahren verstorbenen Karl Kardinal Lehmann wegen der kulturgeschichtlichen Bedeutung des Hauses und der Nähe der Basilika minor einen entschiedenen Verteidiger gehabt. Doch gegen die 700 000 Euro Defizit im vergangenen Jahr habe sich am Ende nichts mehr einwenden lassen. Seit der großen Renovierung vor 15 Jahren sei schon wieder Sanierungsbedarf aufgelaufen.

Im Laufe des Jahres sollen nun weitere Gespräche stattfinden, an denen das Ordinariat, die Kommune, der Landkreis und die Pfarrei teilnehmen werden.

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