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BI Gollacker warnt vor Folgen für Bruchenbrücken

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Die Assenheimer Bürgerinitiative (BI) Gollacker hat jüngst beschlossen, verstärkt auch auf die Bürger aus Bruchenbrücken zuzugehen und sie zu informieren.

Die Bruchenbrückener wären nämlich nach Ansicht der BI besonders stark von einem Neubaugebiet Gollacker in Assenheim betroffen, "vor allem durch die erheblich zunehmende Hochwassergefahr", wie die BI in einer Pressemitteilung schreibt. Für die Bewohner Bruchenbrückens habe die Bürgerinitiative einen Flyer entworfen, "in dem die wesentlichen, zu erwartenden Nachteile dargestellt sind. Neben der Hochwassergefahr sind dies vor allem der erheblich zunehmende Verkehr durch Bruchenbrücken, da es neben der Zufahrt über die enge Hohl von Bruchenbrücken praktisch keine Alternative zu einer sinnvollen Anbindung an die Assenheimer Kernstadt gibt."

Flyer für die Bruchenbrückener

Zusätzlich zum starken Durchgangsverkehr werde sich die Parkplatzsituation rund um die S-Bahn-Station dramatisch verschlechtern. Schon heute sei die Kapazität des P+R-Parkplatzes zu knapp, sodass Pendler in die Seitenstraßen ausweichen müssten. Mit dem Zuzug weiterer Pendler aus dem geplanten Baugebiet würde sich diese Situation dramatisch verschärfen, heißt es in dem Flyer. Und in der Pressemitteilung ist weiter zu lesen: "Alle Bruchenbrückener Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, eine durch die Stadt Friedberg in Aussicht gestellte Zustimmung zu dem Baugebiet Gollacker aus dem Jahre 2011 durch Gespräche mit ihren zuständigen Politikern kritisch zu diskutieren."

Die BI habe ebenfalls beschlossen, sich verstärkt mit der Hochwassergefahr für Assenheim und Bruchenbrücken auseinanderzusetzen. So werden die Mitglieder umfassende Informationen des hessischen Umweltministeriums und des Landesamtes für Umwelt, Natur und Geologie auswerten. "Bereits vor einigen Jahren hatte das Landesamt auf Basis der Daten aus dem ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends begonnen, Hochwassergefahren- und Risikokarten aufzustellen und ein Projekt namens ›KLIMPRAX Starkregen‹ gestartet. Schon jetzt ist klar, dass die Risikozahlen sich deutlich verschlechtert haben."

Sorge wegen Hochwasser

Das Landesamt habe seinerzeit schon Maßnahmen angemahnt, die Risiken zu minimieren. Das seien bauliche Hochwasserschutzmaßnahmen, wie sie in Bruchenbrücken bereits umgesetzt würden. Dabei dürfe aber das Risiko nicht wieder erhöht werden. "Die Ableitung von Oberflächenwasser aus einem neuen Baugebiet Gollacker würde bei Starkregen, also einer Situation, wie wir sie gerade haben, dazu führen, dass die Gräben bzw. die Verrohrung die Wassermassen nicht mehr fassen könnten, die Wetter über die Ufer treten würde bzw. das geplante Rückhaltebecken am Rande der Hohl überlaufen würde. Einziger Schutz kann hier nur der komplette Verzicht auf die Bebauung dieses Gebietes sein."

Die BI werde die Informationen der Behörden aufarbeiten und den verantwortlichen Stellen in Niddatal zur Verfügung stellen, damit sie in die Entscheidungsfindung zum Baugebiet Gollacker einfließen können, heißt es in der Pressemitteilung.

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