Geschichte zweier Klöster

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Über die Geschichte der beiden Klöster in Ilbenstadt sprachen im Rahmen des 1200-jährigen Ortsjubiläums Reinhard Schwarz und Simon Beranek in einer Veranstaltung der Kolpingfamilie im weißen Saal des Hauses Sankt Gottfried. Schwarz ist Basilika-Kustode, Beranek war vor fünf Jahren Mitgründer der Kolpingjugend, er studiert Theologie und ist Terziar des Prämonstratenser-Ordens. Terziare gehören dem dritten, dem Laienzweig des von Norbert von Xanten gegründeten Regelkanoniker-Ordens an. Gottfried von Cappenberg war einer der ersten Terziare des Ordens. Andreas Pfeiffer steuerte Luftbilder bei, die er mit seinem Copter erstellt hatte.

Über die Geschichte der beiden Klöster in Ilbenstadt sprachen im Rahmen des 1200-jährigen Ortsjubiläums Reinhard Schwarz und Simon Beranek in einer Veranstaltung der Kolpingfamilie im weißen Saal des Hauses Sankt Gottfried. Schwarz ist Basilika-Kustode, Beranek war vor fünf Jahren Mitgründer der Kolpingjugend, er studiert Theologie und ist Terziar des Prämonstratenser-Ordens. Terziare gehören dem dritten, dem Laienzweig des von Norbert von Xanten gegründeten Regelkanoniker-Ordens an. Gottfried von Cappenberg war einer der ersten Terziare des Ordens. Andreas Pfeiffer steuerte Luftbilder bei, die er mit seinem Copter erstellt hatte.

Beranek widmete sich der Ordensgeschichte. Norbert von Xanten gründete 1120 das Mutterkloster in Prémontré. Der Prämonstratenser-Orden wurde als Reformorden mit einem Leben in der radikalen Nachfolge Christi gegründet. Gewählt wurde die Regel des Heiligen Augustinus. 1123 gegründet, ist das Kloster Ilbenstadt eines der ersten Prämonstratenser-Klöster überhaupt. In der Mitte des 14. Jahrhunderts waren es bereits 1400 Männer- und 400 Frauenklöster. Heute hat der Orden noch über 100 Niederlassungen in allen Kontinenten. Wichtige Aufgaben sind die Landwirtschaft, die Mission, das Schreiben und Kopieren von Büchern, die Lehre.

Der Orden ist in der Pfarrseelsorge, bei der Polizei, im Krankenhaus, im Gefängnis und in der Lehre tätig. Der erste Probst des Klosters war Antonius, der Ordensheilige Anton von Ilbenstadt. Das Schwesternkloster konnte nicht immer mit Prämonstratenserinnen besetzt werden und nahm zeitweilig Zisterzienserinnen auf. In den Vorträgen wurde das Wallfahrtswesen abgehandelt. 1615 wurde Gottfrieds Todestag zu einem Heiligenfest erhoben. 1657 erfolgte die Erhebung des Klosters zur Abtei. 1803 erfolgte die Säkularisation der beiden Klöster. 1808 gingen die letzten Chorfrauen. Ein abschließender Exkurs galt der Verehrung des Heiligen Gottfried.

Das 1200-jährige Ortsjubiläum wird gefeiert, weil Ilbenstadt in einer Urkunde von 818 im Lorscher Kodex erstmals urkundlich erwähnt wird. Burchart in Ilbenstadt übereignete eine Hofreite und eine Hube (die bewirtschaftete Fläche einer Hofstelle) an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht. Der römische Soldat Nazarius trat zum Christentum über und starb wohl um 304 den Märtyrertod.

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