Zwei neue Becken sichern die Löschwasserversorgung des Gewerbegebiets im Brandfall.
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Zwei neue Becken sichern die Löschwasserversorgung des Gewerbegebiets im Brandfall.

Genügend Löschwasser für den Ernstfall

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal-Ilbenstadt (udo). Zwei neue Becken sichern die Löschwasserversorgung des Gewerbegebiets »An der Steinkaute« und des nördlich angrenzenden Mischgebiets (an der Physiotherapeutischen Praxis) im Brandfall. Wo die Straße »Am Lohgraben« auf die Straße »Am Steinacker« stößt, wurden die Becken dieser Tage errichtet. Die Stadt prüft, ob eine Druckerhöhungsanlage die Versorgung aus dem Wassernetz ermöglichen kann.

Entnahme auch im Winter möglich

Thomas Herdt, der Leiter der Stadtwerke Niddatal, teilt auf WZ-Anfrage mit, dass die Hessische Landgesellschaft (HLG) im Auftrag der Stadt als ihr Erschließungsträger den Bau der beiden Löschwasserbecken veranlasst hat.

Die Becken sind so ausgelegt, dass auch im Winter bei einer Eisschicht jeweils 100 Kubikmeter Löschwasser entnommen werden können. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf etwa 60 000 Euro und fließen in die Erschließungskosten für das Baugebiet ein. Die Errichtung der Becken war als Übergangsmaßnahme erforderlich, da die Stadt aus den ans Wassernetz angeschlossenen Hydranten nicht die erforderliche Menge an Löschwasser für das Gebiet bereitstellen konnte.

Für das Gewerbegebiet (südlich der Straße »Am Steinacker« auf der Seite der Tankstelle) ist eine Löschwassermenge von 192 Kubikmetern pro Stunde für zwei Stunden bereitzustellen, für die Grundstücke im Mischgebiet (auf der nördlichen Straßenseite) sind es 96 Kubikmeter. Diese Menge kann jetzt zur Verfügung gestellt werden. Herdt fasst zusammen: »Es geht darum, die Differenz zur Entnahme aus dem Wassernetz durch die Löschwasserbecken für das Gewerbegebiet vorzuhalten.«

Versorgung aus Wassernetz prüfen

Die Stadt prüft zusammen mit der HLG derzeit, welche technischen Möglichkeiten, zum Beispiel eine Druckerhöhungsanlage, für das Baugebiet machbar sind, um die erforderlichen Löschwassermengen aus dem Wassernetz zur Verfügung zu stellen. Stadtbrandinspektor Merkelbach erklärt: »Die Kommune hat die Löschwassermenge nach DVGW W405 vorzuhalten und stellt entsprechende Berechnungen an; Löschteiche sind Bestandteil der Wasserversorgung.« DGWV bedeutet Deutscher Verein des Gas- und Wasserfachs. Das Blatt W405 regelt die Entnahme von Löschwasser durch die öffentliche Trinkwasserversorgung.

Wehrführer Christian Behnken ist zufrieden, dass die Becken errichtet wurden, um die nötige Wassermenge in der richtigen Zeit bereitstellen zu können: »Das Wasser in den Becken steht uns beim Brandfall sofort zur Verfügung, es kann dann mit einem Löschfahrzeug mit großer Pumpe angesaugt werden.« Der Hydrant werde weiterhin als solcher genutzt oder zur Füllung der Becken. Dies war am Montag der Fall, als Albrecht Haas im Auftrag der Stadtwerke die Becken mit einem am nahen Überflurhydranten angeschlossenen Schlauch füllte.

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