Die Giebelwand des Kutscherbaus wird auch mit Fördergeldern saniert. 	FOTO: PM
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Die Giebelwand des Kutscherbaus wird auch mit Fördergeldern saniert. FOTO: PM

Geld für Giebelwand

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Niddatal-Ilbenstadt (pm). Für ihr Mehrgenerationen-Wohnprojekt erhält die Genossenschaft Oekogeno Unterstützung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). 77 500 Euro gibt es dafür, die westliche Giebelwand des Kutscherbaus des ehemaligen Klosters zu unterfangen. Im alten Kutscherbau soll ein Gemeinschaftsraum für die Bewohner des Mehrgenerationenprojekts entstehen. Das Geld stammt von Spenden, Erträgen der Treuhandstiftungen sowie aus Mitteln der Rentenlotterie »Glücks-Spirale«.

Erbaut wurde das langgestreckte, weitgehend original erhaltene Kutscherhaus 1737 in Bruchstein. Die Fensteröffnungen sind unregelmäßig groß und werden von Sandsteingewänden gerahmt. Auf der südlichen Traufseite hat man im Erdgeschoss für die Remise drei stichbogige, zweiflügelige Tore eingebaut, die innen Kreuzgratgewölbe überspannen. Zwei hohe Spitzgiebel begrenzen das Satteldach mit liegendem Stuhl.

Das Kloster wurde 1123 von Gottfried von Kappenberg und seinem Bruder Otto als Buße für die Zerstörung des Doms zu Münster gestiftet. Es bestand aus einem Männerkonvent in Ober-Ilbenstadt und einem Frauenkloster in Nieder-Ilbenstadt. Herzstück der Anlage ist die 1139 erstmals erwähnte Basilika. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster aufgelöst.

Der Wirtschaftshof mit den Ökonomiegebäuden liegt im westlichen Klosterbezirk und wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut. Zu ihm gehören zwei im Winkel zueinander errichtete massive, zweigeschossige Bauten, das Pächterhaus als dessen Wohnung und das Kutscherhaus mit der Remise im Erd- und Wohnmöglichkeiten im Obergeschoss.

Zweigeschossige, symmetrisch gegliederte und verputzte Klosterbauten schließen südlich an die Kirche an. Sie wurden zwischen 1707 und 1715 von Klosterbruder Abraham Spohrer aus Aibling erbaut. Den Ostflügel und den nördlichen Kreuzgangflügel brach man 1819 ab. Die übrigen drei Flügel brannten 1963 aus, wurden danach aber wieder instandgesetzt. Westlich der Klosterbauten steht das Untere Tor, das bis auf das Jahr 1588 zurückgeht. Der Torbogen wurde 1603 erneuert.

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