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Geduldsfäden, Samentütchen und ein Kreuz

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Niddatal-Assenheim (pm). Nach mehrfachen Verschiebungen konnten am Wochenende die Konfirmationen der Jahrgänge 2020 und 2021 gefeiert werden. Unter Einhaltung der Coronaregeln fanden in diesem Jahr erstmals Open-Air-Gottesdienste vor der Kirche und auf der Mühlenstraße statt.

Der Einzug der Konfirmandinnen und Konfirmanden mit Gastpfarrerin Rita Mick-Solle und dem Kirchenvorstand wurde von Glockenläuten begleitet. Mick-Solle war rund 1000 Kilometer aus ihrer neuen Gemeinde am Balaton in Ungarn angereist, um ihre beiden letzten Konfirmandengruppen selbst einzusegnen.

Nach der Begrüßung der Familien sowie der Mitwirkenden und Helfer blickte die Pfarrerin auf ein Jahr Konfirmandenzeit mit vielen gemeinsamen Aktionen zurück.

Mit dem Reich Gottes sei es wie mit der Saat, die vom Bauern ausgestreut wird, die ganz von selbst wächst und Frucht trägt (Markus 4, 26-29). In ihrer Predigt verglich Mick-Solle die Saat mit den Kindern, die von den Eltern in die Welt ausgestreut werden. Kinder wüchsen von ganz allein und seien Hoffnungsträger im Reich Gottes. Trotz aller Unterschiede seien die Aufgaben der Bauern und der Eltern vergleichbar: Verantwortung übernehmen, sich kümmern, aber auch aus der Hand geben, sich zurückziehen und es schließlich gut sein lassen. So sei es auch mit dem Glauben: Das Saatkorn des Glaubens könne viele Jahre in einem Menschen liegen, ohne dass etwas geschehe. »Plötzlich aber wächst es und gewinnt an Bedeutung.«

Die Pandemie bedeute viel Verzicht für die Kinder, bedauerte die Pfarrerin, eine Zeit des Stillstands und Wartens. Zusammen mit ihren gerahmten Konfirmandensprüchen erhielten die Jugendlichen drei Symbole. Süße »Geduldsfäden« stünden für die Kraft, die Gott jedem einzelnen verliehen habe, um geduldig zu sein, resümierte Mick-Solle, da sie über ein Jahr auf ihre Konfirmation warten mussten. Mit einem Samentütchen wandte sie sich an die jungen Hoffnungsträger: »So wie die Sommerblumen im Beet aufgehen, soll auch euer Glauben wachsen.« Das dritte Symbol war ein Kreuz mit kleinen Samenkörnern darin, als Zeichen, dass Gott seine Kinder auf allen Wegen begleite.

Nach der Segnung empfingen die Jugendlichen das Abendmahl aus einem eigens dafür angefertigten Tonbecher mit Namen. Das Grußwort des Kirchenvorstands übermittelte Kirchenvorsteherin und Konfirmandenbegleiterin Etta Wehrße. Organistin Martina Pungitore begleitete am E-Piano feierliche und fröhliche Lieder. Das von Mick-Solle liebevoll erstellte Liederheft konnten die Teilnehmer als Erinnerung mitnehmen.

Für musikalischen Schwung und gute Laune sorgten die »Honey Twins«: Renate Gantz-Bopp und Gerry Reutzel sind seit Jahren ein fester Bestandteil der Konfirmationsfeiern in Assenheim. Nach dem Segen verabschiedete sich Mick-Solle mit ihrem Markenzeichen: Sie blies auf ihrem Kornett das irische Lied »Möge die Straße uns zusammenführen«.

Am Samstag wurden konfirmiert: Ben Alsleben, Leon Lukas Göbler, Lysann Grundhöfer, Carolin Michelle Hora, Kevin Gregory Kniss, Michel Alexander Königshof, Marc Philipp Kolberg, Sina Kopecky, Timo Leonard Peddinghaus, Lena Pöschko, Luis Bastian Rudolph, Minna Katharina Runge, Johanna Olga Lilli Marianne Gräfin zu Solms-Rödelheim und Assenheim, Joshua Raphael Weiss.

Am Sonntag wurden konfirmiert: Lucy Bommersheim, Ella Brandt, Reto Eifler, Björn Hahn, Jonas Kohlbauer, Anneke Mara Kronshage, Wilmont Krumrei, Nele Langer, Laura Alina Maier, Johanna Mareike Marel, Fabienne Menger, Franziska Christina Müller, Leonie Pietzonka, Nele Plankensteiner, Yannick Träger.

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