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Die Fenster sind schon da: Kreisbeigeordneter Matthias Walther (r.) mit dem Ehepaar Dickenberger auf der Treppe des Hauses "Zu den drei Hasen".

Gaststätte wird Wohnhaus

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Niddatal-Ilbenstadt(prw/bf). Die Gaststätte "Zu den drei Hasen" wartet nicht weiter auf Gäste. Der bauliche Ursprung des Gebäudes in der Hanauer Straße, der Durchgangsstraße von Ilbenstadt, soll auf die Gründung des Klosters im 12. Jahrhundert zurückgehen. Zuletzt stand es lange Zeit leer und machte einen vernachlässigten Eindruck. Der Putz bröckelte, die Rollläden waren dauerhaft heruntergelassenen.

Dann entschloss sich das Ehepaar Dickenberger, dem traurigen Zustand ein Ende zu bereiten. Das Gebäude wird jetzt saniert und soll künftig Wohnzwecken dienen. Im Rahmen der denkmalgerechten Sanierung werden die ungeteilten Fenster durch geteilte Holzfenster ersetzt. "Die Ära der öden Fensterhöhlen wird beendet. Das Gebäude erhält wieder ein Gesicht", freut sich Kreisbeigeordneter und Denkmalschutzdezernent Matthias Walther, der kürzlich mit einem Zuschuss über 3700 Euro für die Sanierungsarbeiten vorbeischaute. Mit den neuen Fenstern und der Anbringung von Klappläden werde die Fassade enorm gewinnen, ist sich der Dezernent sicher. "Das Gebäude wird seiner markanten städtebaulichen Lage wieder gerecht werden."

Die spätere Gaststätte "Zu den drei Hasen" war einst die Fremdenherberge des Klosters. Sie sei schon auf dem Kupferstich von Merian von 1722 zu sehen, berichten Heimatforscher. Mit dem "Ritterhof" habe das Gehöft die Westgrenze des Klosters gebildet. Dazwischen soll das Haupttor des Befestigungsrings gelegen haben.

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