"Früher Dienstschluss der Straßenmeistereien ein Problem"

Niddatal-Assenheim (udo). Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr im Nebenraum der Bürgerhausgaststätte kritisierten die Brandschützer den frühen Dienstschluss der Straßenmeistereien. Außerdem wurde Otto Hoyer zum neuen Sprecher der Alters- und Ehrenabteilung gewählt.

Stadtbrandinspektor Bernd Reiter zeichnete Anette Herbert für ihre 25-jährige Mitgliedschaft mit dem Ehrenzeichen in Bronze des Bezirksfeuerwehrverbands Hessen-Darmstadt aus. Berthold Fischer wird die Auszeichnung bei der gemeinsamen Versammlung der Einsatzabteilungen der Stadt im April erhalten, Horst-Dieter Drechsler wird dann das Ehrenzeichen in Silber bekommen.

Das zurückliegende Jahr sei "leicht und ruhig" gewesen, sagte der Vorsitzende Benjamin Kühn. Der Verein habe derzeit 517 Mitglieder. Der Tag der offenen Tür soll trotz der oft schwachen Resonanz beibehalten werden. Mittlerweile stehe im "in die Jahre gekommenen" Gerätehaus eine moderne Küche zur Verfügung. Nach und nach nehme die Renovierung des Gerätehauses damit Gestalt an, betonte Kühn. Das Kreisverbandsfest sei von allen Abteilungen besucht worden. Die Weihnachtsfeier habe mit einer Wanderung zum Anglerheim in Bönstadt begonnen.

Wehrführer Peter Calow sprach von 26 Mitgliedern der Einsatzabteilung. 13 Einsätze seien zu absolvieren gewesen, drei Lehrgänge besucht worden. Es habe diesmal keine so schlimmen Unwetter gegeben wie in den Vorjahren. Einmal habe die Straßenmeisterei schon am frühen Nachmittag das Beseitigen einer Ölspur auf die Feuerwehr abgeschoben, kritisierte Calow. Zweimal im Monat werde geübt. Statt einer Abschlussübung sei die Mühle besichtigt worden.

Dem Bericht von Jugendwart Markus Kohlbauer zufolge wirken zehn junge Leute bei den Brandschützern mit. Ein Zeltlager sei veranstaltet worden, eine gemeinsame Alarmübung habe stattgefunden. Die "Spiele ohne Grenzen" in Bruchenbrücken seien besucht worden, auch die 24-Stunden-Berufsfeuerwehrübung in Bönstadt. Der Rettungshubschrauber in Frankfurt und die Zentrale Leitstelle in Friedberg seien besichtigt worden. Auch am Weihnachtsmarkt habe die Jugendfeuerwehr mitgewirkt. Die Bambini-Gruppe bestehe aus zwölf Kindern, die 37-mal zusammengekommen seien. Am Tag der offenen Tür habe die Gruppe teilgenommen. Rechnungsführer Peter Siegel stellte Einnahmen von 8.538 Euro Ausgaben von 10.459 Euro gegenüber. Auf den Vorschlag der Prüfer hin wurde der Vorstand entlastet. Gerhard Leichtnam und Otto Hoyer sind die neuen Revisoren. 2012 soll wieder ein Plus herauskommen: Siegel plant mit Einnahmen von 7000 Euro und Ausgaben von 5450 Euro.

"Nur ein Drittel beim Einsatz"

Stadtbrandinspektor Bernd Reiter dankte den Mitgliedern für die geleisteten Investitionen und blickte auf verschiedene Einsätze zurück. Dabei entwickle sich der frühe Dienstschluss der Straßenmeistereien zu einem Problem, befand er. Wie berichtet, sind die Straßenmeistereien seit einigen Monaten ab dem Nachmittag nicht mehr besetzt, so dass die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehren für die Beseitigung von Ölspuren außerhalb geschlossener Ortschaften zuständig sind.

Außerdem skizzierte Reiter die Auswirkungen der Abschaffung der Wehrpflicht auf die Feuerwehren. Bei einem Alarm erschienen mittlerweile nur noch ein Drittel, nicht mehr wie früher die Hälfte der Aktiven, bemängelte er.

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