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Die Wähler in Niddatal - hier eine Szene vom Auszählen der Stimmen in Ilbenstadt - haben sich anders entschieden als bei der Kommunalwahl 2016.

Freude bei Grünen und CDU

  • vonJürgen W. Niehoff
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Niddatal (jwn). Freude herrschte am Montagabend, als sich beim Auszählen der langen Wahlzettel und der 2869 Briefwahlunterlagen das Endergebnis der Wahl zur neuen Stadtverordnetenversammlung von Niddatal immer mehr verfestigte, in den Reihen von CDU und den Grünen: Deren Stimmanteile hatten sich teilweise sogar fast verdoppelt.

»Ja, wir sind sehr zufrieden. Wir haben unser Wahlergebnis mehr als verdoppelt. Den Erfolg führen wir auf unsere gute, ehrliche Parlamentsarbeit zurück«, kommentiert der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Markus Nikleniewicz, den Ausgang der Wahl. Sie hätten zwar sicher von dem landesweiten Trend der Partei und deren Themen profitiert, doch die müssten vor Ort erst einmal umgesetzt werden und das sei den Grünen in Niddatal gelungen, etwa mit ihrem Thema »Stärkerer Ausbau der Innenentwicklung statt weiterer ›Flächenfraß‹«.

Freude herrschte auch bei der CDU. Doch trotz der knappen absoluten Mehrheit will man am bisherigen Kurs festhalten: »Wir möchten gern mit unseren Kooperationspartnern die Niddataler Stadtpolitik vorantreiben und die Stadt gemeinsam weiterentwickeln. Da es zum Wohle der Stadt ist, ist eine breite Mehrheit besser als nur mit einer Stimme Mehrheit zu regieren«, meinte Bürgermeister Michael Hahn spontan, als das Wahlergebnis feststand.

Das neue Stadtparlament wird sich erheblich verändern, denn während die CDU mit 49,81 Prozent sieben Mandate hinzugewonnen hat und nun 16 Stadtverordnete entsenden wird, fällt die SPD von ihren bisher 14 Sitzen auf nur mehr 6 Sitze zurück. »Wir konnten unsere Ziele den Wählern offensichtlich nicht ausreichend klarmachen«, sagte der Niddataler SPD-Chef Erhard Reiter nach einer Erklärung suchend. Seine Partei hatte nur 20,69 Prozent der Stimmen gewinnen können.

Machtverhältnisse verschieben sich

Die Grünen folgten der SPD mit 17,18 Prozent und fünf statt drei Sitzen und sind dieser nun dicht auf den Fersen.

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