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Festliche Flötenmusik in der Basilika

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Von: Udo Dickenberger

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Flöten im Fokus: »The Flute-Connection« um Sabine Dreier (r.) hat das Benefizkonzert mit beeindruckenden Klängen gestaltet. © Udo Dickenberger

Niddatal-Ilbenstadt (udo). In der Basilika erklang am Nachmittag des ersten Adventsonntags festliche Flötenmusik des Ensembles »The Flute-Connection«. Das aus Ariane Ollmann-Brandenburger (Flöte, Piccolo), Irene Berndt (Flöte, Piccolo), Lena Bausum (Flöte), Michael Sturm (Flöte, Altflöte, Bassflöte, Kontrabassflöte), Sabine Gruber (Flöte, Piccolo) und Sabine Dreier (Flöte, Altflöte, Bassflöte) bestehende Ensemble setzte mit Gluck, Bach und Händel einen deutlichen Schwerpunkt.

Das Motto war Wolfgang Carl Briegels »Mache dich auf und werde Licht«.

Leiterin Sabine Dreier erläuterte, der Bogen des Konzertes spanne sich über sechs Jahrhunderte, vom französischen Weihnachtslied »Noel Nouvelet« aus dem 15. Jahrhundert und Adventsliedern aus der Renaissancezeit über barocke und romantische Musik bis hin zu irischen Klängen. Das Programm beinhalte geistliche und weltliche Musik.

Jörg Scriba, Präsident des gastgebenden Lions-Clubs Wetterau, begrüßte das Publikum zum Benefizkonzert und erläuterte das Anliegen seines Vereins. Profitieren soll die Tafel in Friedberg, die aktuell 600 Kunden bediene. Diese Organisation sei eine logistische Meisterleistung, sagte Scriba.

Mit Stücken aus Händels »Theodora«, Adventsliedern und einem spätromantischen »Lobet den Herren« begann das Konzert. Gefolgt von der Arie des Oratoriums »Elias« von Mendelssohn-Bartholdy. Irische folkloristische Musik aus der Gegenwart und ein altes französisches Weihnachtslied folgten. Musik aus einem Ballett von Gluck kündete von Entzücken und Lust. Mit Bach und Händel ging das Konzert zu Ende.

Private Initiative

Das Publikum staunte, dass eine Instrumentenfamilie ein breites sinfonisches Spektrum abbilden kann. Der Ausflug durch die Epochen und Länder wurde mit langem Applaus bedacht. Schließlich wurde »Der Morgenstern ist aufgedrungen« gemeinsam angestimmt.

Dr. Annette Kurz ist im Lions-Club Wetterau für die Konzerte zuständig. Sie sagte: »Wir entschieden uns für die Friedberger Tafel, weil sie aufgrund des Krieges in der Ukraine und der hohen Inflation einen großen Zulauf von Bedürftigen hat und daher dringend Unterstützung benötigt.« Für Kurz liegt der Reiz der Formation in deren Vielseitigkeit von Queen bis zur Romantik und im Klang der unterschiedlichen Flöten. Erstmals sei sie auf die Formation aufmerksam geworden, als Dreier 2019 den Wetterauer Kulturpreis bekam, und kurz danach ihr Ensemble auftrat.

Befragt nach der Geschichte des Ensembles, sagte Dreier, dass alles mit einer Privatinitiative begonnen habe. Bei Sommerkonzerten präsentierten ihre Flöten-Studentinnen ihr jeweiliges Prüfungsprogramm im Altenstädter Garten. Die anwesenden Flötistinnen spielten einige Stücke gemeinsam. Als dieser Programmteil anwuchs, entstand aus dem sommerlichen Musik-Treffen ein Wochenend-Workshop im Kloster Engelthal. Das Ensemble wurde »The Flute-Connection« genannt.

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