Horst Veith berichtet den Gästen von der Biber-Besiedlung in der Wetterau.
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Horst Veith berichtet den Gästen von der Biber-Besiedlung in der Wetterau.

Engagement, Leidenschaft und Geduld

Niddatal-Assenheim (rkb). Seit 25 Jahren ist die Vermittlung von Natur- und Umweltfragen das große Anliegen der NABU-Umweltwerkstatt Wetterau. Auf einen ebenso langen ehrenamtlichen Einsatz mit großem Engagement, viel Leidenschaft und Geduld blicken die Mitglieder zurück, die den Verein zu dem gemacht haben, was er heute ist.

Das Jubiläum wird mit mehreren Aktionen gefeiert, etwa kürzlich mit dem Tag der offenen Tür im Alten Rathaus.

Männer der ersten Stunde sind Frank Uwe Pfuhl und Horst Veith. Sie blieben auch beim Tag der offenen Tür ihren Visionen von einer heileren Umwelt treu und standen den vielen Besuchern nicht nur mit Informationen zur Verfügung, sondern stießen mit ihnen auf 25 Jahre erfolgreiche Arbeit an. Gemeinsam erinnerte man sich: Im Dezember 1988 gründeten junge Umweltschützer einen Verein, der bereits im darauffolgenden März Einzug ins Alte Rathaus in Assenheim hielt. Im gleichen Jahr nahm die Umweltwerkstatt gemeinsam mit 30 örtlichen Naturschutzjugendgruppen eine erste Gewässergüteuntersuchung aller Wetterauer Flüsse vor. In den folgenden Jahren wurden Krötenzäune gebaut, man betrieb Netzwerkarbeit zur Förderung der Kooperation aller im Natur- und Umweltschutz im Wetteraukreis wirkenden Verbände und Gruppen. Ein erstes Ferienangebot für Kinder und Jugendliche wurde initiiert, später eine regelmäßige Kindergruppe eingerichtet. 1992 fanden die ersten Fledermaus-Nachtwanderungen statt, 2004 wurde das Umwelt-Mobil angeschafft. Große Anerkennung fand der Verein 2010 durch die Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Weltdekade »Bildung für nachhaltige Entwicklung« durch die UNESCO.

Ein noch größerer Erfolg wurde 2012 der Stapellauf des Bibermobils, hierfür erhielt der Verein die Auszeichnung als erstes deutsches Projekt im Rahmen der UN-Dekade »Biologische Vielfalt« durch den Bundesumweltminister.

Mittlerweile 130 Mitglieder

Ob Fledermäuse oder Storchennester, Streuobstwiesen oder Flussrenaturierungen, Eine Welt ohne Erdöl und der immer augenscheinlicher werdende Klimawandel – die NABU-Umweltwerkstatt stellt sich bereitwillig den großen Herausforderungen. Inzwischen ist der Verein auf rund 130 Mitglieder angewachsen. Die Bilanz der Aktivitäten, unter anderem zur nachhaltigen Umwelterziehung, belief sich alleine im Jahr 2012 auf 37 öffentliche Veranstaltungen, 18 Tage Ferienspiele, eine NABU-Naturführer-Kursreihe »Bibermobil«, 25 Einsätze mit dem Umwelt-Mobil/Solar-Café, 60 Einsätze mit dem Bibermobil und 100 Angebote auf Abruf.

Auch am Samstag, beim Tag der offenen Tür, beantwortete Horst Veith bereitwillig die vielen neugierigen Fragen von Erwachsenen und Kindern über Billy, den Biber, über die 2007 im Vogelsberg angesiedelten Elbbiber und warum man den Russen- oder Kanada-Biber in der Wetterau nicht so gerne sieht. In der Ausstellung in den Räumen des Alten Rathauses gab es Gelegenheit, sich über die Arbeit des Vereins in mehr als zwei Jahrzehnten zu informieren. Und für die kleinen Gäste gab es – wie man das von der NABU-Umweltwerkstatt kennt – Natur zum Anfassen.

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