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»Ein Verein voller Leben«

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Von: red Redaktion

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Ehrenvorsitzender Thomas Lummitsch wird am 8. Oktober die Führung durch Assenheim übernehmen. © pv

Niddatal (pm). Der Geschichtsverein Niddatal hat kürzlich im Bürgerhaus Bönstädt seine Mitgliederversammlung gehalten. Als kommissarischer Vorsitzender leitete der Zweite Vorsitzende Marcus Zobel die Sitzung. Aus persönlichen Gründen hatte der Vorsitzende Adrian Weber sein Amt zur Verfügung gestellt, heißt es vom Verein. Matthias Feige wurde später als neuer Vorsitzender gewählt.

Die Versammlung dankte Weber für seine langjährige Tätigkeit, in der er unter anderem eine technische und organisatorische Grundlage für das digitale Foto- und Filmarchiv gelegt hat. In seinem Rechenschaftsbericht gab Zobel einen Überblick über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Durch die Pandemie konnten die üblichen Veranstaltungen nicht stattfinden. Dank der aktiven Mitglieder seien aber viele Aktivitäten abgeschlossen worden, zum Beispiel die Digitalisierungsarbeiten des Films zu »700 Jahre Stadt Assenheim«, wie auch der Umzug des Vereinsdomizils in neue Räume in Ilbenstadt. Dank richtete Zobel an Beisitzer Kurt Meisinger und an den Bauhof der Stadt Niddatal für die Planung und Umsetzung des Umzugs.

Die erste Veranstaltung in diesem Jahr sei ein großer Erfolg gewesen: Dekan Peter Gbiorczyk aus Marburg hielt im Juli einen Vortrag über Hexenprozesse in Assenheim. Dieser sei so gut besucht gewesen, dass fast 20 Stühle zusätzlich aufgestellt werden mussten. Zum Tag des offenen Denkmals kooperierte der Geschichtsverein mit dem Verein »Kultur im Klostergarten Ilbenstadt«. Unter dem Titel »Das barocke Klosterensemble rund um den Klostergarten und seine Zeit« referierte Ehrenvorsitzender Thomas Lummitsch vor der Basilika zur Historie der Prämonstratenser in Ilbenstadt. Manfred Droste berichtete über die aktuellen Ergebnisse seiner Arbeit für Bruterfolge bei Steinkäuzen und Schleiereulen, die Grund zur Sorge böten: Beim Steinkauz gab es nur drei Jungvögel, bei den Schleiereulen keine.

Versammlungsleiter Zobel zog sein Fazit: Die Zahl der Aktiven im Verein, die Vielfalt der Projekte und die gelungenen und gut besuchten Veranstaltungen zeigten, dass der Verein voller Leben sei. Schatzmeisterin Barbara Feige stellte den Kassenbericht für 2021, sie und der Vorstand wurden entlastet.

Bei der Neuwahl des Vorstandes wurde Matthias Feige aus Bönstadt zum Vorsitzenden gewählt. Im Amt bestätigt wurden sein Stellvertreter Marcus Zobel, Barbara Feige als Schatzmeisterin, Dr. Henning Hachmann als Protokollführer und Kurt Meisinger als Beisitzer. Ferner wurden als Besitzer Heinz Fink, Dr. Dierk Loyal und Boris Gorka gewählt. Für die Kassenprüfung ließen sich Elke Wolf und Thomas Lummitsch wählen.

Für das laufende Jahr sind noch drei Veranstaltungen geplant, wie der Verein mitteilt: Am Samstag, 8. Oktober, findet der historische Rundgangmit Thomas Lummitsch, »Altstadt Assenheim und Schloss«, um 14 Uhr ab der Ev. Kirche in Assenheim statt. Am Samstag, 15. Oktober, gibt es ab 19 Uhr die »Bieschder Kesselworscht« bei gemütlichem Beisammensein im Bönstädter Gemeindehaus (um Anmeldung wird gebeten). Am Freitag, 4. November gibt es ab 19 Uhr die »Assemer Supp« im Roma II im Bürgerhaus in Assenheim (um Anmeldung wird gebeten).

Der Vorsitzende Matthias Feige beendete den offiziellen Teil der Sitzung mit den Worten: »Wunderbar. So viel Leben im Verein. Lasst es uns nutzbar machen für den Verein und damit für die Bürger Niddatals und vielleicht auch darüber hinaus.«

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