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Dritte Vorstellung des KAB-Laientheaters fällt ins Wasser

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Niddatal-Wickstadt (udo). Mit zweieinhalb Aufführungen des Stücks »Oje, schon wieder eine Leiche« erfreute die Laienspielgruppe der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) am Wochenende auf der Naturbühne hinter der Kirche St. Nikolaus ihr gut gelauntes Publikum.

Niddatal-Wickstadt (udo). Mit zweieinhalb Aufführungen des Stücks »Oje, schon wieder eine Leiche« erfreute die Laienspielgruppe der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) am Wochenende auf der Naturbühne hinter der Kirche St. Nikolaus ihr gut gelauntes Publikum. Regen gab es bei allen drei Vorstellungen, die Aufführung am Sonntag allerdings musste wegen der Wolkenbrüche abgebrochen werden. Nichtsdestotrotz waren viele Zuschauer in den alten Pfarrgarten gekommen.

Die Vorstellung am Sonntag konnte bis zur Pause gezeigt werden, dann setzte der Regen ein und Pastoralassistentin Elisabeth Hengster schickte die Gäste zunächst in die Kirche. Das war umso mehr zu bedauern, als die Akteure laut Hengster »noch weitere fünf Leichen für euch vorbereitet« hatten.

Die Handlung des Stücks, bei dem Gudrun Karmer Regie führte und Karin Wolfram soufflierte, kreiste um die gefährlichen Tropfen, die »Ganove« Eckhard Bommersheim in Umlauf brachte und die dafür sorgten, dass sich bald die Leichen stapelten. Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel begrüßte die Gäste, die trotz der schwierigen Bedingungen erschienen waren. Pfarrer im Ruhestand Edgar Sahm war eigens aus dem tief verregneten Spessart angereist, um das Stück zu verfolgen.

Die »Kaffeeschwestern« Gudrun Karmer und Herta Stübs führten parlierend in die verwickelte Handlung ein, doch Abgründe bahnten sich bereits angesichts der scheinbar anmutigen Dialoge an: Die »Gangster« Eckhard Bommersheim und Michael Brinkmann bereiteten nämlich den nächsten Kassenraub und die Verteilung der gefährlichen Tropfen vor. Heinz Kimmel und Newcomer Christoph Bommersheim agierten festspielreif als versoffenes Freundespaar, das es angesichts widriger Zustände zu Hause immer wieder in das legendäre Chausseehaus trieb. Bald nahm die trauliche Verbindung indes aufgrund der ersten Scheinvergiftung ein abruptes Ende.

»Tochter« Silke Bär galt es zu vermählen, doch vor dem obligatorischen Pfarrerbesuch musste schon der erste Tote notdürftig hinterm Sofa verscharrt werden. Katharina Werner wirkte wie im Vorjahr als vertrottelter »Polizist«. »Bräutigam« Bernd Hannig entwickelte Monologe, nahm das düstere Medikament zu sich und firmierte prompt als zweite Leiche.

Als Nummer drei hätte sich fast »Pfarrer« Wieland Arnold angeschlossen, bevor das erste Opfer wieder aus dem Scheintod erwachte: Die von Christoph Bommersheim gespielte Figur war indes noch so durcheinander, dass sie das Gift beherzt zum zweiten Mal konsumierte.

Oft überschlugen sich die Ereignisse und immer neue Verwicklungen kamen in die Quere. Uschi Dallwitz forschte als zweite Braut des Abends dem verlorenen Bräutigam Christoph Bommersheim nach, der inzwischen zum zweiten Mal ins vermeintliche Leichenstadium übergegangen war. Mittlerweile war zwar »Leiche zwei« Bernd Hannig genesen, doch »Pfarrer« Arnold geriet nun auch ans Gift und Leiche Nummer vier war perfekt. Zum Stichwort »Jetzt lassen wir die Kirche im Dorf« setzte ein Wolkenbruch ein. Da half auch das Unterstellen in der Kirche nicht mehr - die Aufführung musste endgültig abgeblasen werden.

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