Drei Züchter sind seit der Gründung vor 50 Jahren dabei

Niddatal-Ilbenstadt (udo). Der Kommers des Kleintierzuchtvereins zu seinem 50-jährigen Bestehen stand im Weißen Saal des Hauses St. Gottfried unterm Motto "Weck, Wurst und Wein". Der Vorsitzende Peter Treulieb begrüßte die Gäste und verhieß einen abwechslungsreichen Abend.

Dorothea Falk, Ludwig Falk und Willi Weiser wurden geehrt, weil sie dem Verein seit 50 Jahren angehören. Über 40 Jahre sind Werner Klein, Maria Loch und August Scheer dabei. Thomas Treulieb ist seit 20 Jahren Mitglied. Peter Treulieb hob hervor, dass Dorothea Falk seit der Gründung des Vereins das Zuchtbuch führt.

Für die Landes- und Kreisverbände der Geflügel- und Kaninchenzüchter sprachen Andreas Heide, Adolf Kaiser, Heinrich Kratzer, Kurt Winkler und Walter Pommer über verschiedene Aspekte des "schönen Hobbys Kleintierzucht" und fragten nach dem Nachwuchs. "Dank" und "Anerkennung" waren Worte, die in ihren Reden häufig gebraucht wurden. Alle betonten: "Seien Sie stolz auf Ihren Vorsitzenden." Peter Treulieb bekam die Silberne Nadel und erfuhr, sein Verein züchte nicht nur, sondern feiere auch gerne. In den nächsten 25 Jahren werde Treulieb noch dringend gebraucht, hieß es.

Vom Landesverband der Rassekaninchenzüchter erhielten Werner Klein und Alfred Döll die Goldene Nadel. Die Silberne Nadel bekam Reinhard Schwarz, der Treulieb zufolge "Basilika-Turmfalken zu züchten versucht". Der Landesverband der Rassegeflügelzüchter zeichnete Werner Klein, Willi Weiser, Karl-Friedrich Weisgerber und Metzgermeister Manfred Mahl aus, der laut Treulieb für seine "Imschter Hang-Hühner" berühmt ist.

Fürs musische Rahmenprogramm sorgten die Sängervereinigung Heimatliebe unterm Dirigat von Jörg Alfons Hutter und die von Jennifer Heppner geleitete Showtanzformation "Hai-Lights" des Turnvereins Vorwärts mit ihrem "Afrika"-Tanz. Die 17 Sänger versicherten, das Lied halte die Menschheit zusammen, und brachten Segenswünsche an. Die österreichische Nationalhymne und ein Loblied auf Hessen fanden in ihren Beiträgen einträchtig zusammen. Außerdem tat das Duo "JusT music" (J und T sind die Initialen der Namen der beiden Musiker), was sein Name verhieß, und bot vokale und instrumentale Stücke. Die Landfrauen sorgten für Speise und Trank.

Reinhard Schwarz wies in seinem Festvortrag auf die anthropologischen, kulturgeschichtlichen und sozialhistorischen Grundlagen der Kleintierzucht und deren Aufblühen in der jungen Bundesrepublik hin.

Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel stellte Überlegungen zur Entwicklung der Kleintierzucht an, und Kreisbeigeordneter Detlef Engel blickte auf die Historie des Vereins zurück: "Auch die Geselligkeit ist in Ihrer Geschichte nicht zu kurz gekommen." Die Kleintierzucht sei ein menschliches Grundbedürfnis.

Stadtverordnetenvorsteher Hans-Peter Wittmann gratulierte und dankte im Namen der Gremien. Die Züchter aus Erbstadt, Bönstadt, Nieder-Wöllstadt, Ockstadt, Gambach und Griedel schlossen sich mit Glückwünschen an. Ortskartellchef Manfred Steidl ist bei Jubiläumsabenden immer ein gern gesehener Gast. Er hatte auch diesmal den dicksten Umschlag dabei und gratulierte im Namen der Ortsvereine.

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