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Ein stabiles technisches Grundgerüst für den gesamten Verein möchte Norbert Deforth, der Gesamtleiter der Theatergruppe Assenheim (2. v. l.) mit dem Projekt »TGAss-DigiLog« auf- und ausbauen. Dafür gibt es 13 500 Euro. Den Förderbescheid des Landes Hessen hat Staatsministerin Lucia Puttrich (2. v. r.) jetzt zusammen mit CSU-Landtagsabgeordeten Tobias Utter (l.) und Niddatals Bürgermeister Michael Hahn (r.) überreicht und sich dabei die Theaterwerkstatt in Friedberg-Ossenheim angesehen.

Digital hilft den Kreativen

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Niddatal-Assenheim (pm). Die Theatergruppe Assenheim hat sich im Mai 2021 für das hessenweite Förderprogramm »Ehrenamt digitalisiert« erfolgreich beworben und kann nun mit den Fördergeldern ihr Projekt »TGAss-DigiLog« finanzieren. Der Verein erhält 13 500 Euro, die zweckgebunden ausgegeben werden müssen.

Das Projekt »TGAss-DigiLog« soll langfristig vor allem die Mitgliederverwaltung verbessern und die interne Organisation und Zusammenarbeit vereinfachen. »Dadurch wollen wir ein stabiles technisches Grundgerüst für den gesamten Verein aufbauen«, erläuterte Gesamtleiter Norbert Deforth. Dieses soll flexibel sein und durch Automatisierung ganzheitlich die internen und externen Arbeitsprozesse mit moderner Hard- und Software verbessern. Dabei werden alle Verwaltungs- und Organisationsprozesse zusammengeführt und eine »Open-Source-Kultur« im Bühnenverbund ermöglicht.

Insbesondere für die künftigen Planungsphasen werde eine hohe Zeitersparnis erwartet, ebenso bei den Verwaltungs- und Administrationsarbeiten, fuhr der Vorsitzende fort.

Zudem seien natürlich auch monetäre Ersparnisse durch die Zusammenführung der Technik möglich, da die Individualkosten erheblich verringert werden könnten. Dazu komme eine wesentlich verbesserte Transparenz für alle Organe des Vereins, da das Projekt insbesondere die Bearbeitungsprozesse vereinheitliche, kurze Informationswege ermögliche und die interaktiven Prozesse erleichtere.

Durch Digitalisierung lassen sich die verschiedenen »Kreativabteilungen« nicht nur effizienter koordinieren, sondern einmal geschaffene, digitale Arbeitsstrukturen können leicht auf die nächste Saison adaptiert werden und ersparen uns dadurch redundante Arbeiten. Da diese ähnlichen Arbeiten oftmals von Einzelpersonen durchgeführt werden, senkt eine funktionierende Digitalstruktur außerdem das Ausfallrisiko (und damit das Risiko von Zeitdruck durch Verzögerungen), da der Arbeitsstand einer Person recht problemlos von einer anderen aufgegriffen werden kann. Somit liegen auch weitere positive materielle Ergebnisse auf der Hand, resümierte der Vorsitzende weiter.

Die Theaterwerkstatt in Friedberg-Ossenheim ist das Refugium der Theatergruppe Assenheim. Dort werden auf einer Fläche von über 100 qm Kulissen und Requisiten gebaut, aufgestellt und nach den erarbeiteten Szenenvorlagen entsprechend gestaltet. Darüber hinaus lagern zahllose Kulissen, Kostüme und Requisiten, die in den Musical-Produktionen der Theatergruppe auf der Bühne genutzt werden.

Beim Spaziergang durch die Theaterwerkstatt kann man in fremde Welten eintauchen und bereits aufwändige Kulissenteile für das neue Musical »Der Ring des Nibelungen« bestaunen, das am 20. November in Assenheim Premiere feiert.

Diese Möglichkeit ließ sich Staatsministerin Lucia Puttrich, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Hessen beim Bund, natürlich nicht entgehen. Im Zuge ihrer »Sommerreise durch Hessen« legte sie mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Tobias Utter und Niddatals Bürgermeister Michael Hahn einen Stopp in der Theaterwerkstatt ein. Puttrich übergab dabei persönlich den Förderbescheid für das TGAss-Projekt DigiLog.

Weitere Hilfe in Aussicht gestellt

Nach einer Begrüßungsrunde fand ein offener Austausch statt, bei dem Deforth und einige weitere TGAss-Mitglieder alle Fragen der Gäste beantworteten. Selbstverständlich gab es im Anschluss auch eine Führung durch den Kostümfundus, die Requisiten und die Kulissen. Puttrich, Utter und Hahn zeigten sich sehr beeindruckt und interessiert an der Vereinsarbeit.

Auf die Corona-Beeinträchtigungen angesprochen, die vielen Vereinen schon ihre Existenz gekostet haben, reagierte Puttrich sehr aufgeschlossen und versprach weitere Unterstützungsmöglichkeiten zu prüfen, um insbesondere auf eine mögliche vierte Welle schnelle und unbürokratische Hilfe zu ermöglichen.

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