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Die Glocken der Basilika

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Von: Udo Dickenberger

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Im Nordturm der Basilika hängen vier Glocken, im Südturm zwei, im Vierungsdachreiter eine. © Udo Dickenberger

Niddatal-Ilbenstadt (udo). Die Reihe von Veranstaltungen zur Gründung des Prämonstratenserklosters in Ilbenstadt im Jahr 1123 begann dieser Tage mit einem Vortrag des Pfarrers im Ruhestand Norbert Bewerunge und des Heimatforschers Christian Vogel über die Glocken der Basilika.

Bewerunge widmete sich Glockensagen. Die Geschichte von der Glocke Sus, die auf dem Feld von Schweinen gefunden wurde, gebe es auch andernorts. Das Elfuhrläuten sei das Signal für die Mittagspause gewesen. Die Glocken seien für kein Gesamtgeläut abgestimmt gewesen. Es habe nur ein Funktionsläuten gegeben. Die Basilika habe sieben, die Pfarrkirche drei und die Kirche im Nonnenhof zwei Glocken gehabt. Bewerunge stellte die einzelnen Glocken der Basilika und deren Klang vor. Er wies auf die aufwendigen Säulen in den Schallarkaden der Türme hin. Vogel widmete sich der Situation nach der Säkularisierung. Damit die Klosterkirche nicht in den Besitz der neuen Grafen ging, wurde die alte Pfarrkirche, die in den Kriegen als Hospital gedient hatte, geschlossen und die Klosterkirche zur neuen Pfarrkirche umgewidmet. Die gesamte Einrichtung der Kirche des Nonnenhofs befinde sich heute in der Kirche in Ober-Erlenbach.

Schwerste wiegt 1876 Kilogramm

Im Nordturm hängen die Johannesglocke von 1443, die 671 Kilogramm wiegt, die Muttergottesglocke von 1458 (1239 Kilogramm), die Paulusglocke von 1964 (952 Kilogramm) sowie die Dreifaltigkeitsglocke von 1964 (1876 Kilogramm). Im Südturm hängen die Gottfriedglocke von 1789, die 432 Kilogramm wiegt, und die Aveglocke von 1300, die 500 Kilogramm wiegt. Die stählerne Glocke im Dachreiter von 1913 wiegt 100 Kilogramm.

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