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Das Kunstwerk von Bildhauer Hermann Pohl steht für Frieden und Landwirtschaft.

Denkmal wieder aufgestellt

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Niddatal-Assenheim(udo). Das Denkmal für Frieden und Landwirtschaft, das nach Bauarbeiten längere Zeit abgebaut war, steht wieder vor der Stadtverwaltung in Niddatal. Die originale Plastik war 1978 anlässlich des 25. Weltwettpflügens errichtet worden.

Mit der Überschrift "Pax arva colat" - "Der Friede bestellt den Acker" - erschien vor knapp 40 Jahren ein Artikel dieser Zeitung zur Eröffnung des 25. Weltwettpflügens in Wickstadt. Anlässlich dieses Großereignisses enthüllte der damalige hessische Ministerpräsident Holger Börner die Plastik mit dem beherrschenden Element einer Pflugschar "als ein international verstandenes Symbol der Landwirtschaft und des Friedens", wie er sagte.

Das Kunstwerk stammt von dem hessischen Bildhauer Herrmann Pohl. Das Original steht noch heute am Eingangsbereich von Wickstadt. Leider wurde mittlerweile durch Vandalismus der Sockel beschädigt. Hier waren ehemals kunstvolle Kacheln jedes Teilnehmerlandes angebracht, viele davon wurden entwendet. Nach Abschluss des Weltwettpflügens wurde beschlossen, eine Kopie dieses Denkmals an eine zentrale Stelle in Niddatal zu rücken, um die wichtige Botschaft, "von der Saat bis zur Ernte in Frieden", weiter für die folgenden Generationen ins Bewusstsein zu rücken.

Geschichtsverein sammelt Bilder

Über viele Jahre hin stand diese Plastik auf einem Grünstreifen gegenüber der Niddataler Stadtverwaltung. Nach Umbauarbeiten an der Durchgangsstraße wurde sie entfernt und eingelagert. Viele ältere Mitbürger, denen die Veranstaltung noch in Erinnerung war, drängten darauf, dass man das Pflügerdenkmal wieder an einer exponierten Stelle neu aufstellen möge. Auch der Ehrenstadtrat Manfred Schneller und Stadtrat Kurt Meisinger (als Vorstandsmitglied des Geschichtsvereins) sprachen sich dafür aus.

Nun wurde das Erinnerungsstück für alle Bürger gut einsehbar im Eingangsbereich des Bürgerhauses und der Stadtverwaltung neu aufgestellt. Meisinger kündigte an, dass man sich bei Veranstaltungen des Geschichtsvereins sowie bei demnächst anstehenden Vereinsjubiläen dem Thema Weltwettpflügen mit Bildern und Dokumenten widmen wolle.

Dafür könne man auf den Fundus aus dem Nachlass von Karl Meisinger und Walter Hensel zurückgreifen. Der Geschichtsverein freue sich aber auch über weitere Bilder, Filme und Dokumente zum damaligen Ereignis, die noch im Privatbesitz seien. Die Aufnahmen würden in eine umfassende Dokumentation eingearbeitet und dazu vom Geschichtsverein digitalisiert und im Original an die Besitzer zurückgegeben. (Foto: udo)

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