Das Foto aus der Zeit um 1922 stammt aus dem Archiv von Adolf Schwarz und zeigt unter anderem den Ersten Vorsitzenden Andreas Schwarz; die späteren Ersten Vorsitzenden Heinrich Schwarz, Karl Birkenstock und Wilhelm Andräs; August Best, Ernst Wolf, Karl Bauer, Willi Bauer, Karl Rother und Karl Schwarz.	FOTOS: UDO/PV
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Das Foto aus der Zeit um 1922 stammt aus dem Archiv von Adolf Schwarz und zeigt unter anderem den Ersten Vorsitzenden Andreas Schwarz; die späteren Ersten Vorsitzenden Heinrich Schwarz, Karl Birkenstock und Wilhelm Andräs; August Best, Ernst Wolf, Karl Bauer, Willi Bauer, Karl Rother und Karl Schwarz. FOTOS: UDO/PV

Dank der Jugend gute Aussichten

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal-Assenheim (udo). Der Sportverein Assenheim (SVA) feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg waren ein fruchtbarer Boden für die Gründung von Fußballvereinen, weshalb in diesem Jahr gleich mehrere Fußballclubs der Region jubilieren. In Assenheim gründeten am 10. Juli 1920 im Gasthaus »Zur Krone« 20 Männer den SVA. Schon am Ende des Jahres hatte der Verein 79 Mitglieder. Es fehlte zunächst aber an Geld und an Sportkleidung.

Als erster Sportplatz diente ein Kleeacker am Rosinenberg südöstlich des Viadukts an der Bahnstrecke, südlich der Straße nach Bönstadt, also In der Markbach in der Nähe des Anwesens Schneller. Später wurde auf dem heutigen Kerbplatz gespielt und seit der Gründung der Geschwister-Scholl-Schule im Jahr 1965 auf dem Platz, der noch heute genutzt wird.

Zu Fuß zum Auswärtsspiel

Von 1921 an kickten die Spieler im Süddeutschen Fußball-Bund und bestritten die erste Runde gegen Nieder-Wöllstadt, Bruchenbrücken, Ilbenstadt, Dortelweil, Ockstadt, Ober-Rosbach und Groß-Karben. 1923 hatte der SVA 163 Mitglieder. 1925 wurde eine Turn- abteilung angegliedert, die im »Solmser Hof« aktiv wurde.

Die lesenswerte und amüsante Festschrift, die von Thomas Luzius verfasst und herausgegeben wurde, besagt, Fußballspieler seien damals bei ortsinternen Stellenausschreibungen bevorzugt worden. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Leiterwagen wurden die Auswärtsspiele besucht. Mit Usingen, Wehrheim und Pfaffenwiesbach steuerten die Fußballer sogar den Taunus an.

Während des Zweiten Weltkrieg ruhte der Spielbetrieb. Erst von 1947 an wurde wieder gekickt. In den 70er Jahren erlebte der SVA einen Aufschwung und die A-, B-, C- und E-Mannschaften errangen Kreismeisterschaften und Kreispokalsiege. Nachdem die Erste Mannschaft 1998 in der B-Liga nur den letzten Tabellenplatz erreichte, führte das Konzept »SVA 2000« bis zum Jahr 2002 zu zwei Aufstiegen in Folge. Nach dem prompt einsetzenden Niedergang kam für zwei Jahre eine Spiel- gemeinschaft mit dem Fußballclub Nieder-Wöllstadt zustande. Das Neubaugebiet am Sportplatz brachte zehn neue Spieler und den ersehnten Aufstieg aus der ungeliebten B-Liga. Spielerabgänge und Trainerwechsel führten zu einer bewegten Zeit mit dem Abstieg in die C-Liga als Tiefpunkt im Jahr 2016. Nachdem zwei Jahre später der Wiederaufstieg in die B-Liga gelang, besteht derzeit die Hoffnung, im Jubiläumsjahr die Aufstiegsrelegation zur A-Liga zu erreichen.

In seiner Chronik lobt Thomas Luzius, der zehn Jahre im geschäftsführenden Vorstand tätig war, die Kameradschaft und den Zusammenhalt im Team und im gesamten Verein. Das Vereinsleben sei intakt. Die Jugendteams und die Ü-35-Mannschaft hätten auf Kreisebene Erfolge erzielt. Die hervorragende Jugendarbeit der letzten Jahre vermittele Mut für die Zukunft. Teilweise spielten zwei Jugendmannschaften in einer Altersgruppe.

Veranstaltungen zum Jubiläum

Zahlreiche Jugendspieler könnten in den kommenden Jahren die Seniorenmannschaften verstärken. Damit stehe der SVA so gut da wie lange nicht mehr. Immer schwieriger werde es hingegen, Ehrenamtliche für die Vorstandsarbeit zu gewinnen.

Der SVA feiert sein Jubiläum mit einer Reihe von Veranstaltungen. Los geht es am Freitag, 6. März, mit einem Festkommersabend ab 19.20 Uhr im Bürgerhaus Assenheim. Am Freitag, 1. Mai, ab 10 Uhr gibt es eine Feier am Sportplatz, am Samstag, 2. Mai, ab 15 Uhr ein Traditionsspiel und ab 18.30 Uhr Musik mit Bernd und Rainer am Sportplatz. Am Sonntag, 3. Mai, um 10 Uhr startet der Frühschoppen, ab 11 Uhr gibt es einen Gottesdienst. Dazu kommen Veranstaltungen am Vatertag, ein Jugendturnier im Juni, eine Ferienfußballschule im Juli und ein Weihnachtsbrunch. Die Festschrift liegt bei allen Veranstaltungen kostenlos aus. Weitere Infos unter www.sv1920-assenheim.de.

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