Maximilian Dürnberger Busfahrer
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Maximilian Dürnberger Busfahrer

Busfahren in Zeiten der Pandemie

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal-Ilbenstadt(udo). Maximilian Dürnberger fährt seit 27 Jahren Bus für ein Unternehmen in der südlichen Wetterau. Bei vielen Vereinen der Region ist er bekannt - das mag an seiner guten Beziehung zu den Kunden liegen und seiner Fähigkeit, ihre Wünsche und Bedürfnisse zu kennen. In diesen Tagen fährt er nach viermonatiger Unterbrechung seine erste Tour. Er bringt den Kleintierzuchtverein Ilbenstadt in seine Heimat, nach Tirol.

Dürnberger blickt zurück: "Seit März ist wegen der Absagen alles ausgefallen", sagt er. Sein Chef habe zwei Busse abgemeldet, nur ein Bus sei noch angemeldet. Auch die laufende Tour findet mit reduzierter Teilnehmerzahl statt. In diesem Jahr unternimmt er noch zwei Fahrten, bis Mai hofft er auf eine Normalisierung der Verhältnisse.

"Als leidenschaftlicher Busfahrer schmerzt mich die Situation", sagt Dürnberger. Es sei abzusehen, dass Unternehmer mit wenig Eigenkapital in die Bredouille kommen werden. "Es wird schwierig sein, die Schäden in den kommenden Jahren aufzuholen." Weil im Ausland viel abgesagt worden sei, konzentriere sich aktuell alles auf Ziele im Inland. Doch auch kleine lokale Fahrten, wie etwa Theater- und Schulfahrten, gebe es derzeit nicht.

"Es gilt überall vorsichtig zu sein. Vor allem in der Reisebranche", sagt Dürnberger. Auch in den Bussen müsse der entsprechende Abstand gewahrt werden. An den Ein- und Ausstiegen gebe es zudem Desinfektionsmittel und eine Maskenpflicht sei nur nötig, wenn entsprechend viele Teilnehmer anwesend seien. Außerdem würde derzeit kein Brunch auf Parkplätzen gemacht werden und Getränke im Bus gebe es nur in Flaschen.

Dürnberger hofft auf Normalität. Und freut sich auf September. Dann soll es mit 40 Teilnehmern aus Erbstadt an die Zugspitze gehen. FOTO: UDO

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