Am Sonntag ist in Niddatal Bürgermeisterwahl. Drei Kandidaten stehen zur Auswahl.
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Am Sonntag ist in Niddatal Bürgermeisterwahl. Drei Kandidaten stehen zur Auswahl.

Wahl am Sonntag

Bürgermeisterwahl Niddatal: Drei wollen in den Chefsessel

  • Anna-Luisa Hortien
    vonAnna-Luisa Hortien
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In Niddatal findet am Sonntag die Bürgermeisterwahl statt. Bis 15 Uhr am Sonntag ist noch Briefwahl möglich.

Niddatal - Nach vielen Wochen der Vorbereitung ist es morgen so weit: 7568 Niddataler dürfen entscheiden, wer der neue Chef im Rathaus wird. Zur Bürgermeisterwahl treten in diesem Jahr drei Kandidaten an. Sie hoffen auf eine hohe Wahlbeteiligung – trotz des Coronavirus. Wer unsicher ist und seine Stimme nicht im Wahllokal abgeben möchte, kann am morgigen Sonntag zwischen 8 und 15 Uhr noch Briefwahl beantragen. Die Unterlagen werden im Bürgerbüro ausgegeben. Rund 15 Prozent der Wähler (1086) haben schon per Brief abgestimmt (Stand Freitagnachmittag). 

Zurzeit gebe es keine Anzeichen, dass die Wahl ausfallen müsse, sagt Wahlleiter Volker Herrmann. Man werde dafür sorgen, dass in den Wahllokalen Abstand gehalten werde. Die Tische würden entsprechend weit auseinandergestellt, und Stifte regelmäßig desinfiziert. 

Laut Herrmann wird es aufgrund der Infektionsgefahr mit dem Coronavirus morgen keine öffentliche Präsentation der Wahlergebnisse geben. Sie seien aber online über die Homepage der Stadt abrufbar. Sollte es zur Stichwahl kommen, findet diese in zwei Wochen, am Sonntag, 29. März, statt. 

Bürgermeisterwahl Niddatal: Ergebnis wird nicht öffentlich verkündet 

Amtsinhaber Dr. Bernhard Hertel tritt zur Wiederwahl an. Der 64-Jährige ist, wie er sagt, »noch nicht fertig«, auch wenn er jetzt in Pension gehen könnte. 2014 hatte er mit 54,8 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang den Sieg eingefahren. Wie schon damals gehe es ihm bei seiner Kandidatur nicht ums Geld. Vielmehr wolle er in einer vierten Amtszeit Projekte wie den Neubau der Kita in Ilbenstadt oder die Bebauung des »Gollackers« vollenden. 

Hertel, der für die SPD im Kreistag sitzt, tritt als parteiloser Kandidat an, wird aber von den Niddataler Sozialdemokraten und Linken unterstützt. Wie schon bei der Wahl 2008 trifft Hertel in diesem Jahr auf Michael Hahn. Der CDU-Stadtrat wird neben der Union von den Grünen und der FDP unterstützt. Er findet, dass es in Niddatal »wieder vorwärts gehen muss«. 

Der Landwirt hat kein festes Wahlprogramm formuliert. Wichtige Themen würden die Bürger und das Stadtparlament bestimmen. Aber der 46-Jährige will einiges anders machen, wenn er gewählt wird. Dabei helfe ihm, wie er sagt, dass er Leute für Projekte begeistern könne. 

Als dritter Kandidat tritt der parteilose Dr. Ralf Binsack an. Der 53-Jährige ist Sprecher der BI-Gollacker und wird von keiner Partei unterstützt. Deswegen könne er »sachlich, neutral und objektiv urteilen«. Durch sein Engagement in der BI Gollacker sei sein Interesse an der Lokalpolitik geweckt worden. Er wolle sich aber nicht nur gegen die Bebauung des »Gollackers« einsetzen, sondern auch für viele andere Themen, die in Niddatal drinlich seien. Binsack ist der Neuling in der Kandidatenrunde. Sollte er gewählt werden, wolle er sich intensiv und mit Ehrgeiz einarbeiten.

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