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Brunnenplatz wird saniert

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Mit Geldern aus dem kommunalen Investitionsprogramm soll der Bönstädter Brunnenplatz verschönert werden.	(Foto: jwn)
Mit Geldern aus dem kommunalen Investitionsprogramm soll der Bönstädter Brunnenplatz verschönert werden. (Foto: jwn) © Jürgen W. Niehoff

Niddatal (jwn). Ist die Verschönerung des Brunnenplatzes in Bönstadt so wichtig, dass dafür Fördergelder in Anspruch genommen werden sollen? Ja, meint die rot-rote Koalition im Stadtparlament. Nein, meint die Opposition.

»Es gibt doch wichtigere Dinge, etwa das Sichermachen von Straßenübergängen für Behinderte, Senioren und Kinder. Da sollten Schönheitsreparaturen erst einmal hintenan stehen«, beanstandete beispielsweise CDU-Sprecher Michael Hahn den Vorstoß der SPD. In Sachen Brunnenplatz liege außerdem noch nicht einmal eine Planung vor. Die SPD wolle mit dem Antrag offensichtlich ein Wahlversprechen gegenüber der Bürgerinitiative aus Bönstadt einlösen.

Da die Frist zur Anmeldung der Projekte im Rahmen des kommunalen Investitionsprogramms in Kürze abläuft, hängt nun alles an der Verwaltung, die Planung noch rechtzeitig zu erstellen. Kein Problem, meinte dazu Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel (parteilos). Da es sich um ein kleineres Projekt mit Kosten zwischen 60 000 und 70 000 Euro handele, könne die Verwaltung dies stemmen.

Trotzdem bedauerten CDU und Grüne die Entscheidung. »Hier hätten wir mit Landesmitteln etwas für die Verbesserung unserer Infrastruktur machen können, anstatt gegenüber einer kleinen Gruppe ein Wahlversprechen einzulösen«, ärgerte sich Hahn. Ähnlich äußerte sich Dr. Dirk Schneider (FDP): »Wenn wir die Sanierung des Brunnenplatzes schon in Angriff nehmen, dann sollten wir uns für die Planung wirklich mehr Zeit lassen.« Grünen-Fraktionsvorsitzende Markus Nikleniewicz schlug vor: »Ich bin sicher, dass wir zusammen mit den Bürgern eine kleinere Lösung erarbeiten können, die nicht gleich 70 000 Euro kosten muss und trotzdem alle zufriedenstellt.«

Auch er sorgte sich um die Finanzen der Stadt. Doch die Appelle der Opposition blieben ungehört: Die Mehrheit stimmte für die zeitnahe Sanierung des Brunnenplatzes.

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