Auch in Nieder-Wöllstadt brennt am Wochenende ein Acker. Die Freiwillige Feuerwehr kann eine Ausdehnung auf das gesamte Feld jedoch verhindern. 	FOTO: FEUERWEHR NIEDER-WÖLLSTADT
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Auch in Nieder-Wöllstadt brennt am Wochenende ein Acker. Die Freiwillige Feuerwehr kann eine Ausdehnung auf das gesamte Feld jedoch verhindern. FOTO: FEUERWEHR NIEDER-WÖLLSTADT

Ein Funke reicht

Brennende Äcker in der Wetterau: Feuerwehren mahnen zur Vorsicht

  • vonRedaktion
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Am vergangenen Wochenende ist es in der Wetterau wiederholt zu Flächenbränden gekommen. Aus aktuellem Anlasst warnen die Feuerwehren, denn die Ursachen wären teils vermeidbar gewesen.

Trockene Wälder und verdorrte Äcker. In dieser Jahreszeit reicht oft ein Funke, um teilweise verheerende Wald- oder Feldbrände auszulösen. Vergangenes Wochenende mussten mehrere Einsatzkräfte in der Wetterau ausrücken. In Niddatal kam es innerhalb von einer Woche zu vier Flächenbränden.

Die Freiwillige Feuerwehr in Ilbenstadt geht davon aus, dass achtlos weggeworfene Zigaretten Auslöser dafür waren, denn in jedem der Fälle hatte das Feuer seinen Ursprung am Rande eines Weges.

Brennende Äcker in der Wetterau: Regen verringert das Risiko nicht

»Auch wenn es vereinzelt regnen soll, verringert sich das Risiko von Wald- und Flächenbränden nur marginal«, schreibt der Verein auf seiner Facebook-Seite und mahnt zur Vorsicht. Vorübergehend solle etwa auf Lagerfeuer verzichtet werden und beim Grillen gelte es wegen des Funkenflugs besonders achtsam zu sein. Weiterhin legt die Feuerwehr der Bevölkerung nahe, Fahrzeuge nicht auf trockenen Wiesen zu parken, da die heißen Abgasanlagen Brände auslösen können und abschließend gehöre Müll entsprechend entsorgt.

Brennende Äcker in der Wetterau: Brand drohte sich auszudehnen

Diesem Aufruf folgt etwa auch die Feuerwehr in Bad Nauheim, die den Beitrag der Ilbenstädter auf ihrem Facebook-Account teilte. Auch sie waren am vergangenen Wochenende bei einem angehenden Flächenbrand im Einsatz.

Ähnliches berichtet auch die Freiwillige Feuerwehr Nieder Wöllstadt. Das Team musste am Freitag gegen 21 Uhr mit zehn Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen zu einem Flächenbrand ausrücken.

Wie Wehrführer Sven Weber berichtete, war der betroffene Acker bereits seit mehreren Tagen abgemäht, das Feuer drohte dennoch, sich auf das gesamte Feld auszudehnen. Bekämpft worden sei der Brand mit einer sogenannten Schnellangriffsleitung, einem System zur unmittelbaren Brandbekämpfung ohne Wasserleitungsaufbau.

Brennende Äcker in der Wetterau: Wärmebildkameras im Einsatz

»Der Acker gehört einem aktiven Feuerwehrmann«, sagt Weber. Dieser sei zum Zeitpunkt der Alarmierung noch auf einem anderen Feld gewesen, habe die verbrannte Fläche auf seinem Acker nach den Löscharbeiten aber umgehend gepflügt. »So wird ein erneutes Auffachen des Feuers verhindert«, erklärt der Wehrführer. Zur Brandkontrolle sei anschließend eine Wärmebildkamera zum Einsatz gekommen.

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