Bohnen als Beweis für Besonderes

  • schließen

Was es mit den drei weißen Bohnen auf sich hatte, die die Gottesdienstbesucher beim Betreten der Kirche zusammen mit den Liedzetteln erhielten, verriet Pfarrerin Rita Mick-Solle im Verlauf des Erntedankgottesdienstes.

Was es mit den drei weißen Bohnen auf sich hatte, die die Gottesdienstbesucher beim Betreten der Kirche zusammen mit den Liedzetteln erhielten, verriet Pfarrerin Rita Mick-Solle im Verlauf des Erntedankgottesdienstes.

Ein prachtvolles Farbenspiel bot der Altar, der mit Spenden an Feldfrüchten und Blumen geschmückt worden war. Mick-Solle dankte allen Helfern, Spendern und den Mitgliedern des Kirchenvorstands, die das Fest vorbereitet hatten.

Den Eingangspsalm sprach die Gemeinde im Wechsel mit gesungenen Einlagen der Kita-Kinder, die von Angelika Dietze mit der Gitarre begleitet wurden. Feierliche Stimmung verbreitete der Kirchenchor mit seinen Gesangsbeiträgen unter der Leitung von Dorothea Grebe und Martina Willnow mit fröhlichen Orgelbeiträgen.

Im Gebet dankte die Pfarrerin für die gut eingebrachte Ernte und für das Glück, in einem ruhigen Land zu leben. Sie erzählte die Geschichte von einem alten Mann, der seine Frau nach langer Krankheit verloren hatte und nun keinen Sinn mehr in seinem Leben sah. Eine Nachbarin schenkte ihm drei Bohnen, die er in die linke Hosentasche stecken sollte. Immer wenn er etwas Schönes erlebt hatte, sollte er eine Bohne in seine rechte Hosentasche stecken und abends zählen, wie viele Bohnen er in der rechten Tasche fand. Bei jeder Bohne erinnerte er sich an die positiven Dinge, ein nettes Gespräch, ein Anruf der Kinder, ein Sonnenuntergang. Das erfüllte ihn mit Dankbarkeit; so veränderte er sich und freute sich wieder am Leben. Dankbarkeit ist ein starker Motor für Veränderung, resümierte Pfarrerin Mick-Solle. Dankbarkeit macht froh und glücklich, und wer dankbar ist, schaut anders auf sein Leben und die Welt, lässt sich anrühren vom Leid der Menschen und wird Gutes tun, hilft denen, die arm oder auf der Flucht sind.

Kartoffelmäuse zum Basteln

In den Ruhestand verabschiedet wurde Renate Moder, die knapp 18 Jahre in der Kita als Hauswirtschafterin tätig war. Mick-Solle dankte ihr im Namen des Kirchenvorstands für ihren gewissenhaften Einsatz und überreichte zwei Bücher. Kirchenvorsteherin Etta Wehrße dankte ihr mit einem Blumenstrauß, die Kita-Kinder mit einem Abschiedslied.

Fleißige Helfer hatten vor und im Gemeindehaus viele Sitzmöglichkeiten geschaffen und Kartoffelsuppe, Würstchen und Apfelpfannkuchen vorbereitet, die reißenden Absatz fanden. Im kleinen Saal wimmelte es vor Mäusen: Kartoffelmäuse, die Kita-Mitarbeiterinnen mit den Kindern bastelten. So reichten drei Bohnen nicht aus, um an all die schönen Erlebnisse dieses Tages zu erinnern.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare