Uwe Berdick VdK Ilbenstadt
+
Uwe Berdick VdK Ilbenstadt

Besuche gibt es notfalls trotzdem

  • vonUdo Dickenberger
    schließen

Niddatal/Wöllstadt(udo). In den VdK-Ortsgruppen kommen viele ältere und oft hilfsbedürftige Menschen zusammen. Da stellt sich die Frage, ob sich die Arbeit der Verantwortlichen in der Corona-Krise besonders schwierig gestaltet.

Heinz Feuerbach, Ober-Wöllstadts VdK-Chef, führt meistens telefonische Gespräche, aber er besucht seine Mitglieder auch zu Hause. Viele, die sich im VdK engagierten, seien schon im Risikoalter. Deshalb müsse man immer gut aufpassen. Soziale Aufgaben würden meistens ohne großes Aufheben erledigt. Wenn es etwas Besonderes gebe, wo er nicht helfen könne, so sei die VdK-Geschäftsstelle in Friedberg nach telefonischer Anmeldung immer eine Anlaufstelle.

Da er zudem in der Notfallseelsorge mit weiteren 17 Mitgliedern tätig sei, sei es für ihn schwierig, die Betreuung vor Ort durchzuführen, berichtet Feuerbach. Daher gelte sein Lob allen, die sich ehrenamtlich engagierten, zusammen mit der Polizei und den Rettungskräften einschließlich der Feuerwehren. "Manchmal geht das Allgemeinwohl vor Eigenschutz vor."

Uwe Berdick steht dem VdK-Ilbenstadt vor. Er bedauert, dass in den Zeiten der Pandemie der Kontakt im sozialen Bereich mit den Mitgliedern ausfalle und den Veranstaltungen eine Absage erteilt werde. Diese Vorsichtsmaßnahmen gelten laut Landesverband bis zum Ende des Jahres.

Kreisvorstand unter Druck

Der Vorstand des Ortsverbands und des Kreisverbands stünden telefonisch, wenn es Fragen gebe oder Hilfe gewünscht sei, den Mitgliedern zur Verfügung. Auch fänden im Notfall Besuche statt. Der normale Betrieb laufe weiter.

Die VdK-Kreisvorsitzende Ellen Benölken erläutert auf Anfrage, die Schwierigkeiten des Sozialverbandes bestünden darin, dass er in der Sozialberatung Grenzen habe setzen müssen. Alles gehe nur noch nach Terminvereinbarung und nach Hygienevorschriften, was mit einem größeren Aufwand verbunden sei. In den Ortsverbänden dürften keine Hausbesuche stattfinden ohne Hygienevorschriften, keine Jahreshauptversammlungen, keine Vorstandssitzungen, keine Stammtische. Leider verstehe das nicht jeder: "Das ist die Tragik, mit der wir vom Kreisvorstand leben müssen." Gebe der Kreisverband im Zweifelsfall die Zustimmung und es passiere etwas, stehe der Kreisvorstand in der Haftung. Daher werde es im restlichen Jahr keine Veranstaltungen wie vor der Pandemie geben. Das Risiko sei zu groß. Benölken: "Das bedeutet für unsere Mitglieder ein Stück liebgewonnener Sozialkontakt fehlt." Kontaktpflege sei nur mit Medien, die zur Verfügung stehen, möglich. FOTOS: ARCHIV

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare