Alf Seckel (†)
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Alf Seckel (†)

Morgen Vernissage

Ausstellung mit Werken von Alf Seckel

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Niddatal-Assenheim(pm). Eine Ausstellung des 2019 verstorbenen Bingenheimer Malers und Zeichners Alf Seckel ist nun in der ehemaligen Assenheimer Synagoge in der Brunnengasse zu sehen. Die Vernissage erfolgt am morgigen Freitag um 17 Uhr auf dem Brunnenplatz vor dem Gebäude. Sie wird von Dr. Friedhelm Häring eröffnet und musikalisch begleitet von Tom Meusert und Martin Schnur. Die Ausstellung selbst ist vom 20. September bis 4. Oktober immer samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

Alf Seckel wurde 1942 in Dresden geboren. Der Großvater war ein angesehener Architekt und Hobbymaler und führte ihn hin zur Malerei. 1947 zog Seckel mit seinen Eltern in die Nähe von Bad Vilbel, wo diese als Landarbeiter tätig waren. 1948 erfolgt ein Umzug nach Frankfurt, hier absolvierte Seckel eine Lehre als Schaufensterdekorateur. 1962 eröffnete er sein Atelier als Zeichner und Maler, 1980 zog er mit der Familie nach Bingenheim. Ab 1981 lebte er dort mit seiner zweiten Ehefrau Gitta.

Alf Seckel reflektierte viele politische, menschliche und natürliche Einflüsse in seinen Werken. Dabei hatte er eine große Palette an Techniken, sich einem Thema zu widmen. Vom Bleistift über Kugelschreiber, Radiernadel und Feder, zur Malerei in Acryl, Öl, Eitempra und Kasein bis zu einer Drucktechnik, die er sehr gerne und oft verwendete: die Monotypie. Hier wird auf die Druckplatte die Farbe direkt aufgetragen und dann entsteht ein einziger Abzug. Seine Themen reichten von Stadtansichten, Bildern von Landschaften der Wetterau und Vogelsberg, gerne malte er auch Gemüse und Pflanzen, über abstrakte Farbreflexionen bis hin zu geometrischen Experimenten.

Am 25. Februar 2019 starb Seckel nach kurzer, schwerer Krankheit. Die Lebensgemeinschaft Bingenheim gibt dem künstlerischen Nachlass zur Zeit einen Raum, sie unterstützt die Ausstellung. Die Arbeiten der Schau können über eine verdeckte Versteigerung erworben werden. ARCHIVFOTO

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