Die Bahnunterführung auf der Dorn-Assenheimer Straße in Assenheim wird ab nächster Woche abgerissen.
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Die Bahnunterführung auf der Dorn-Assenheimer Straße in Assenheim wird ab nächster Woche abgerissen.

Deutsche Bahn

Einschränkungen in der Wetterau – Bahnunterführung wird abgerissen

  • VonJürgen W. Niehoff
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Zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen in Assenheim werden die Arbeiten an der Bahnlinie Friedberg-Hanau führen. Die marode Bahnüberführung wird durch ein neues Bauwerk ersetzt.

Niddatal – Die Bahnüberführung über die Dorn-Assenheimer Straße in Assenheim ist in die Jahre gekommen und soll erneuert werden. Ein mächtiges Betonbauwerk soll die alte Brücke ersetzen und ist in letzter Zeit direkt dahinter entstanden. Schon am 23. September, nächste Woche Donnerstag, soll das neue Bauwerk eingepasst werden. Das teilte Bürgermeister Michael Hahn (CDU) am Montag in der Stadtverordnetenversammlung mit. Dafür muss die jetzige Überführung komplett herausgetrennt und durch das rund 1800 Tonnen schwere Ersatzstück ersetzt werden.

Ausbau der S-Bahnstrecke in der Wetterau: Vorbereitungen nicht ohne Probleme

Seit Dezember 2020 laufen dafür bereits die Vorarbeiten - offensichtlich nicht ohne Probleme. Denn erst vor Kurzem hat die Ovag die Wasserleitung in diesem Bereich, die u. a. das Trinkwasser aus dem Vogelsbergkreis bis nach Frankfurt leitet, ausgetauscht. Dabei hatte die Ovag sich auf die zu dieser Zeit gültige Planung der Deutschen Bahn verlassen. Doch die wurde inzwischen ausgetauscht, sodass nach Fertigstellung zwischen der tonnenschweren Bahnüberführung und der Wasserleitung nur ein Abstand von 1,63 Meter gegeben ist. Viel zu wenig nach Meinung der Fachleute. Sie fordern einen Abstand von mindestens fünf Metern.

Doch die Bahn baut weiter. Sie ist unter Druck, denn der Ausbau der S6 geht weiter und erfordert schon bald eine Ausweichmöglichkeit. Ein Großteil der Züge Gießen-Frankfurt soll dann über die Strecke Friedberg-Hanau umgeleitet werden. Das ist aber noch Zukunftsmusik. Jetzt muss erst einmal die Überführung in Assenheim fertiggestellt werden, und diese Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Januar 2022 andauern und immer wieder Straßensperrungen in diesem Bereich verursachen.

Beschlüsse in der Wetterau: Gollacker wieder Grünfläche

In seinen Mitteilungen gab Bürgermeister Hahn weiterhin bekannt, dass der Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main vor Kurzem den Aufstellungsbeschluss für das Gollacker-Gelände im regionalen Flächennutzungsplan zurückgenommen habe und damit das Gelände wieder als Grünfläche ausweist.

Änderungen gibt es auch im Magistrat. Für die in die Verwaltung gewechselte Petra Krämer wurde in der Sitzung die bisherige CDU-Stadtverordneten Silke Merz ins Gremium berufen.

Änderungen kann es auch in der Verwaltung geben. Voraussetzung dafür ist, dass der Prüfantrag der Grünen auf Einrichtung einer Planstelle für einen Krisenmanager positiv verläuft. Dieser Antrag wurde am Montag einstimmig angenommen.

Kritik von CDU und SPD zur Stellplatzsatzung

Abgelehnt hingegen wurde der Antrag der Grünen auf Abänderung des Stellplatzsatzung. Sie sei zu sehr an die Mustersatzung des Städtetages angelehnt und gehe zu wenig auf die Gegebenheiten der Stadt ein, hatten die Grünen moniert. Anderer Meinung sind CDU und SPD. »Die Satzung ist noch keine zwei Monate alt. Geben Sie der neuen Regelung doch erst einmal Zeit, sich zu beweisen«, sagte beispielsweise der CDU-Fraktionsvorsitzende Gerhard Einhoff. Auch für die SPD ist der Antrag zu unkonkret. »Nennen Sie doch konkrete Beispiele«, forderte Lukas Dittrich (SPD) in Richtung Grüne.

Mehr Erfolg hingegen hatten die Grünen mit ihrem Antrag auf Erstellung eines Nutzungskonzepts zur Schaffung sozialen Wohnraums in der städtischen Liegenschaft Bahnhofstraße 22 in Assenheim. Dabei sollen Abbruch und Neubau genauso geprüft werden wie energetische Sanierung des bestehenden Gebäudes. Diesem Antrag wurde einstimmig entsprochen.

Weil die Stadt derzeit schon eine Art Straßenzustandskataster erstellen lässt, zog die Linke ihren Antrag zum selben Thema zurück.

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