Der Doppeladler ist fertig. Heimatforscher Heinz Fink hat das neue Wappen entworfen. FOTO: UDO
+
Der Doppeladler ist fertig. Heimatforscher Heinz Fink hat das neue Wappen entworfen. FOTO: UDO

Adler für das Amtshaus

  • vonUdo Dickenberger
    schließen

Niddatal-Kaichen(udo). Der Heimatforscher Heinz Fink, der bereits mehrere Publikationen zur Kaicher Dorfgeschichte vorgelegt hat, zeigte zur Kerb im Bürgerhaus das Modell und den fertigen Bronzeadler für das Alte Amtshaus am Dorfplatz Weed. Bei der Sanierung hatte sich gezeigt, dass der alte hölzerne Doppeladler im Giebel nicht mehr zu retten war. Daher hatte Fink mit der Unterstützung des Vereins Dorfentwicklung Kaichen (DEK) das Modell für einen neuen Doppeladler aus Bronze geschaffen.

Am Kerbsamstag erläuterte Fink die Arbeit am Holzmodell und das Gießen. Der Adler wurde bei 1250 Grad im Westerwald gegossen. Kerbbesucher gratulierten Fink. Der Doppeladler verweist auf die Mittelrheinische Reichsritterschaft, die in der Burg Friedberg saß, das Freigericht erworben hatte und den kaiserlichen Doppeladler im Wappen führte.

Das Amtshaus wurde 1782 errichtet, nachdem das Freigericht Kaichen, zu dem Dörfer von Rendel bis Höchst an der Nidder gehörten, von der Mittelrheinischen Reichsritterschaft erworben worden war. Der doppelköpfige Adler aus Holz dürfte damals entstanden sein. Er symbolisierte die Reichsunmittelbarkeit und Kaiserlichkeit.

Der hölzerne Doppeladler, der vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts die letzte Restaurierung erfahren hat, befand sich bei den Restaurierungsarbeiten am Amtshaus in einem bemitleidenswerten Zustand. Das Holz der Figur war morsch und durch einen tiefen Riss gespalten. Teile des Reliefs hatten sich gelöst und waren nicht mehr vorhanden.

Heinz Fink erklärte sich bereit, ein neues Doppeladlerwappen zu entwerfen, zu schnitzen und es in Bronze gießen zu lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare