Hans-Georg Grüber
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Hans-Georg Grüber

Abschied ohne Feier

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal-Ilbenstadt(udo). Am heutigen Freitag hat Hans-Georg Grüber, Leiter des Hauses Sankt Gottfried, nach 30 Jahren und drei Monaten seinen letzten Arbeitstag.

Bevor er nach Ilbenstadt kam, lebte er in Hamburg, wo er Sozialpädagogik studierte. Geboren wurde er in Alzey, in Trier, München und Dublin studierte er Theologie. Anschließend arbeitete er in einer Landvolkhochschule in der Eifel. Im Haus Sankt Gottfried war er zunächst Assistent der Leitung und von 1991 an Leiter. Aufgaben waren die Teambildung, die Familienpastorale, Freizeiten, die musisch-kreativen Werkwochen im Herbst, die Hausleitung sowie die Wochenenden für Alleinerziehende.

Unter seine Leitung wurde einiges bewegt. Nach viel Planung wurden Renovierungsarbeiten durchgeführt - und das bei laufendem Betrieb. Unter Grüber konnten die Belegungszahlen stets beibehalten werden und auch die Mitarbeiterzahl blieb konstant. Er baute ein gutes Verhältnis zu den Ortsvereinen auf, besonders zum Tischtennisclub, der bei Veranstaltungen im Park für die Gastronomie sorgte. "Wir haben uns von Anfang an gegenseitig unterstützt", so Grüber. In den 30 Jahren habe er allgemein das Gefühl gehabt, dass der Zuspruch zum Haus sehr gut gewesen sei.

Grüber erzählt, dass gut 90 Prozent der Besucher im Haus Stammgäste seien. Für die müsste eigentlich schon wieder renoviert werden, verrät er. Nicht alle Zimmer besäßen eine Nasszelle und die Ansprüche würden ständig steigen. Das mache eine Sanierung des Gottfriedsbogen und des Pilgerhaus nötig.

Jetzt freue er sich aber darauf, mehr Zeit mit seine Partnerin zu verbringen. Denn die Betreuung des Hauses hat vorher viel seiner Zeit in Anspruch genommen. Zudem liest, musiziert und reist er gerne. Dinge, für die er nun mehr Zeit hat. Aufgrund der aktuellen Lage ist keine Abschiedsfeier möglich. Grüber ist sich der Unterstützung seines Teams aber auch so bewusst. "So war es all die Jahre", sagt er.

Bis zu 120 Plätze zum Übernachten

Im Haus Sankt Gottfried können bis zu 120 Personen untergebracht werden. Es wird für Jugendfreizeiten, Workshops, Kurse und Seminare gebucht. Die musisch-kreativen Werkwochen des Bistums etwa sind regelmäßig zu Gast. Das Haus kommt auf 16 000 Übernachtungen. Oberster Vorgesetzter ist der Bischof, Verwaltungschef der Generalvikar. Das Haus wird von einem Kuratorium geführt. Ansprechpartner ist der Abteilungsleiter des Bereichs Seelsorge. Im Haus arbeiten 14 hauswirtschaftliche Mitarbeiter, ein Hausmeister und zwei Verwaltungsangestellte.

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