Von vielen begehrt: Die Impfung gegen das Coronavirus bescheinigt im Impfpass. Bei einer gemeinsamen Aktion mehrerer Hausärzte durften sich darüber nun mehr als 600 Menschen freuen. (Symbolbild)
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Von vielen begehrt: Die Impfung gegen das Coronavirus bescheinigt im Impfpass. Bei einer gemeinsamen Aktion mehrerer Hausärzte durften sich darüber nun mehr als 600 Menschen freuen. (Symbolbild)

Pandemiebekämpfung

Wetterauer Hausärzte machen Impftag: 605 Corona-Impfungen im Bürgerhaus

  • vonUdo Dickenberger
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Eine gemeinsame Impfaktion von drei Niddataler und Wöllstädter Hausarztpraxen am 1. Mai im Bürgerhaus Asssenheim hat sich nach Aussage der Kommune als voller Erfolg herausgestellt.

Niddatal/Wöllstadt – Am Nachmittag bildeten sich keine Schlangen. Die Besucher wurden zwar im Bürgerhaussaal auf einen Warteplatz gebeten, konnten jedoch umgehend zur ärztlichen Befragung und zum Impfen gerufen werden. Nach einer Viertelstunde des Ausruhens und Erholens traten die Besucher den Heimweg an. Als Bürgermeister Michael Hahn im Tagesverlauf erfuhr, dass aller Voraussicht nach Impfdosen übrig bleiben würden, fragte er eigenhändig bei Senioren des Gemeinwesens an, ob sie bereits geimpft seien oder den Impftermin im Bürgerhaus wahrnehmen wollten. Das kam beim Publikum sehr gut an.

Es konnten anstelle der ursprünglich geplanten 500 Impfungen bei der von Dr. Bence Sandor, Dr. Thorsten Nohl und Dr. Nasim Rashid kurzfristig erheblich mehr Impfungen durchgeführt werden. Beteiligt waren Mitarbeiter der Praxis Niddatal, der Hausarztpraxis Keimling und der Hausarztpraxis Wöllstadt.

Dr. Stefanie Keimling lobt im Rückblick, der Ablauf des gesamten Impftages sei sehr gut organisiert gewesen und reibungslos verlaufen. Unter der Koordination von Mandy Sandor aus der Praxis Niddatal seien alle Helfer gut informiert gewesen und der Tag sei mit 605 durchgeführten Corona-Impfungen zu einem großen Erfolg geworden. Keimling lobt: »Es war sehr schön, von vielen Patienten ein Lob und Dankeschön für unsere gemeinsame Aktion zu bekommen.«

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Corona-Impfung in der Wetterau: Wiederholung von Aktion ist angedacht

Dr. Nasim Rashid versichert auf Anfrage: »Tatsächlich würden wir die Impfaktion jederzeit wiederholen, wenn sich uns die Gelegenheit bietet.« Durch die enge Zusammenarbeit der drei Praxen, dem Impfzentrum und der Politik sei es möglich gewesen, innerhalb kürzester Zeit die Impfaktion zu organisieren. Bis auf anfängliche Probleme mit der Technik werde der Ablauf für die Zweitimpfung nach zwölf Wochen größtenteils übernommen werden. Es habe minimale Wartezeiten gegeben. Die Räumlichkeiten hätten ermöglicht, ein Tempo an den Tag zu legen, welches in den Praxen nicht möglich gewesen wäre. Rashid versichert: »Wir freuen uns aber auch über jeden Optimierungsvorschlag, um noch besser zu werden.«

Die Patienten seien bei der Terminierung schon auf den Impfstoff (Astrazeneca) hingewiesen worden und viele hätten bereits die Impfunterlagen ausgefüllt mitgebracht. Diese Zuarbeit der Patientinnen und Patienten habe den Ablauf sehr erleichtert, sodass die beteiligten Ärzte sich gern auch noch mal bei Patienten für ihre Unterstützung bedanken würden. Selbstverständlich sei vor der Impfung eine ausführliche Aufklärung durch einen der Ärzte erfolgt. Rashid resümiert: »Es gab wenige Patienten, die es sich anders überlegten, aber wir konnten dadurch ein paar Nachzügler impfen, die kurzfristig erschienen.«

Bürgermeister Michael Hahn lobt den Verlauf der Impfaktion. Die Praxen, die Stadt und der Bauhof hätten hervorragend zusammengearbeitet. Gedacht werde an eine Wiederholung. Niddatal/Wöllstadt. (udo)

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