Festwochenende

1200 Jahre Ilbenstadt mit Musik, Tanz und Ortsgeschichte

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Die zentrale Veranstaltung zur 1200-Jahr-Feier Ilbenstadts war das Festwochenende auf dem Gelände längs der Klostermauer. Die Vereine boten kulinarische Spezialitäten an. Für die vielen Auftritte standen drei Bühnen bereit.

Unzählige Menschen zogen trotz des undurchschaubaren Wetters vom Gottfrieds-Bogen zum "Türmchen" und "Lügeneck". Das Straßenfest brachte zwei Tage lang Ausgelassenheit und Freude an die Klostermauer. Die Band "SAMM" musizierte bis in den späten gewitterverhangenen Abend. Die Zumba-Gruppen und die Formationen "Peanuts" und "Hai-Lights" des Turnvereins Vorwärts führten ihr Können vor. Die Abteilung "Body Style" der Turner demonstrierte ihre Beweglichkeit. Ein neuer Kurs beginnt nach den Sommerferien.

Landmaschinen und Oldtimer wurden dem interessierten Publikum am Gottfrieds-Bogen vorgeführt. Wer wollte, konnte sich über das Zimmern und das Funktionieren einer Bandsäge informieren. Es war sogar erlaubt und erwünscht, eigenes Holz zum Zersägen mitzubringen. Das Herstellen von Körben hat in Ilbenstadt eine große Tradition und die Einheimischen werden deshalb als "Maanemächer" bezeichnet. Das Wort leitet sich vom Handkorb, der "Maane", her, worin sich das Wort "manus", Hand, verbirgt.

Ein Schmied ging am "Türmchen" seiner Arbeit nach. Bei der Kolpingfamilie durften sich die Besucher Butter bereiten.

Waghalsige Sprünge

Der Radfahrerclub (RC) führte mit waghalsigen Sprüngen längs der Turnhalle vor, was unter der Fun-Sportart "Dirt Jump" zu verstehen ist, und der Turnverein Vorwärts lud beim Volleyball und Indiaca zum Mitmachen ein. Die Besucher konnten sich von der Post die beiden Sondermarken abstempeln lassen. Die eine zeigt das stilisierte Ortswappen, die andere bietet einen Blick auf Ilbenstadt von Nordosten. Andreas Pfeiffer zeigte seine Luftaufnahmen von Ilbenstadt. Der VdK, die evangelische Kirchengemeinde und die Feuerwehr warben für ihre Zwecke.

Am Klostermauereck standen der Ginkgo-Baum, den der Obst- und Gartenbauverein gesetzt hat, und der Jubiläums-Findling in einem Schotterbett nebeneinander. Dem Gedenkstein fehlen noch der Schriftzug und das Wappen. Der "Gedenk-Grabstein", der bei der Bevölkerung auf Spott stieß, war rechtzeitig zu den Feierlichkeiten entfernt worden.

EC-Stadionsprecher moderiert

Der Ortskartellchef Manfred Steidl und Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel begrüßten das Publikum. Thomas Nau, der Eishockeyfreunden durch seine Tätigkeit als Stadionsprecher in Bad Nauheim bekannt ist, kam nach Ilbenstadt, um das Fest zu moderieren.

Der Sonntag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst, die die Pfarrer Bernd Richardt und Hans-Joachim Dietze zelebrierten. Jörg-Alfons Hutter begleitete am E-Piano. Richardt hob die Verbundenheit der Menschen mit Gott hervor und blickte auf die Geschichte lbenstadts zurück. Augenblicke der Ortsgeschichte wurden von drei Ministranten in Szene gesetzt. Zum Frühschoppen spielte der Musikzug Niddatal auf. Die Heimatliebe ließ unter dem Dirigat von Jörg-Alfons Hutter mit Schunkelliedern den Nachmittag ausklingen.

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