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Bei einigen Stücken von hohem Schwierigkeitsgrad erwies sich Robert Vrárady als wahrer Akrobat an der Violine, die er, den Bogen zwischen den Zähnen, kurzerhand auch zur Ukulele umfunktionierte.

Zurück zur Leichtigkeit

  • VonInge Schneider
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Nidda (im). Mit großer Freude und stürmisch gefeiert vom Publikum an der Trinkkuranlage hat das »Duo Bravo« in Bad Salzhausen seine beliebten Kurkonzerte wieder aufgenommen.

»Wir sind so froh, wieder bei Ihnen zu sein und für Sie spielen zu können - wir haben auf diesen Moment gewartet wie Kinder auf ein großes Geschenk«, sagten Iryna Várady und ihr Ehemann Robert Várady zu Beginn der Darbietung, die Martin Guth im Namen des Kulturmanagements der Stadt Nidda eröffnet hatte. »Musik ist Balsam für Körper, Geist und Seele, sie bringt uns die Leichtigkeit zurück, die wir alle nach langen Monaten der Pandemie so gut gebrauchen können. Darum genießen Sie diesen Nachmittag in vollen Zügen, wir sind froh, das Unsrige dazu beizutragen.«

Repertoire weiter ausgebaut

In der nachfolgenden Darbietung zeigte das international renommierte Künstlerpaar, dass es in den Monaten des Lockdowns nichts von seinem Können, seiner Strahlkraft und seiner Vielseitigkeit verloren hat. Im Gegenteil, das Repertoire wurde erkennbar noch ausgebaut, die Harmonie zwischen Pianistin und Violinist, die ohne Worte auskommt, womöglich noch vertieft.

Die Mischung aus temperamentvoll übersprudelnden Melodien, Romantik und Naturimpressionen passte perfekt in den sonnenbeschienenen Kurpark und reichte von der gezupften »Pizzicato-Polka« (Johann und Josef Strauss), dem »Can-Can« von Jacques Offenbach, einem »Anatevka«-Potpourri und einem atemberaubenden Solo aus der Oper »Die Zaubergeige« von Werner Egk bis zur romantischen »Barcarole« (Offenbach), dem »Liebesgruß« von Edgar Elba und dem zarten »Ave Maria« von Giulio Caccini. Mit den lyrischen Kompositionen »Der Schwan« aus dem »Carneval der Tiere« von Camille Saint-Saëns, »The Rose« (Amanda McBroom) und »Secret Garden« (Rolf Lovland) huldigte man der umgebenden Natur.

Und schließlich durfte das Thema Liebe nicht fehlen, umgesetzt in Form des sinnlichen Tangos »Por una cabeza - Um den Kopf eines Pferdes« von Carlos Gardel aus dem Film »Der Duft der Frauen« und der Milonga »A Midsummer Night’s Dream« von Astor Piazzolla.

Viel Applaus für die Künstler

Begeisterter Applaus honorierte das Konzert, ebenso wie die Ankündigung der beiden Künstler, ab sofort wieder fünfmal pro Woche auf der Bühne an der Trinkkurhalle präsent zu sein, vorerst nur draußen und bei schönem Wetter: freitags ab 15 Uhr, samstags um 10.30 Uhr und um 15 Uhr, sonntags ebenfalls um 10.30 Uhr und um 15 Uhr, dann parallel mit dem in den unteren Kurpark verlegten Bauernmarkt, der ab dem 6. Juni wieder seine Tore öffnet. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Innerhalb eines begrenzten Zuschauerbereiches werden die Kontaktdaten erfasst, das Tragen von FFP2-Mund-Nase-Schutz auf den Zuschauerplätzen wird empfohlen. Nachweise von Tests, Impfungen oder Genesung sind nicht erforderlich.

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