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Nicht nur für Kinder sind Vulkane spannend - in diesem Steinbruch gibt es Tuffschichten und Lava zu entdecken. Ein Vortrag am 22. Januar in Nidda widmet sich dem Thema. FOTO: BÄR

Vogelsberg - größer als gedacht

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Nidda(pm). Glühende Lava floss die Hänge herab, explosive Ausbrüche rissen tiefe Krater in die Erde und verteilten Asche über die Landschaft, Lavafetzen flogen durch die Luft und bauten Schlackenkegel auf. Nidda liegt nicht etwa am Rand des Vulkangebiets, sondern die gesamte Großgemeinde befindet sich auf vulkanischem Untergrund. Insgesamt wird die Größe des Vogelsbergs oft unterschätzt, und auch sein Aufbau ist allgemein kaum bekannt. Dabei ist der Vulkanismus die Grundlage der regionalen Natur- und Kulturgeschichte.

Weder Basaltmassiv noch Schildvulkan

Wer mehr darüber erfahren möchte, ist für Mittwoch, 22. Januar, ab 19 Uhr zu einem Vortrag unter der Überschrift "Lava, Asche, viele Schlote - Nidda im Vulkangebiet Vogelsberg" ins Bürgerhaus Nidda, Kleiner Saal, eingeladen.

Beispiele aus Nidda und Umgebung zeigen, dass die vulkanische Geschichte der Region auch nach 15 Millionen Jahren immer noch gut nachvollziehbar ist. In dem Vortrag wird unter anderem dargestellt, warum der Vogelsberg weder ein "Basaltmassiv" noch ein Schildvulkan ist. Interessant sind die verschiedenen Arten von Ausbrüchen und wie sie sich auch nach 15 Millionen Jahren in Geotopen erkennen lassen.

Fenster in die Erdgeschichte

Veranstalter des Vortrags in Nidda sind die Deutsche Vulkanologische Gesellschaft (DVG) Sektion Vogelsberg und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Ortsverband Nidda und Umgebung. Der Eintritt ist frei.

Dieser Vortrag steht im Zusammenhang mit der Foto-Ausstellung "Wo gibt’s denn hier Vulkane?" der DVG. Statt einer förmlichen Eröffnung besteht im Anschluss an den Vortrag ab etwa 20 Uhr Gelegenheit zum gemeinsamen Besuch der Ausstellung, wobei einige der dort gezeigten Geotope als "Fenster in die Erdgeschichte" näher erläutert werden.

Die Ausstellung ist seit Anfang Januar und noch bis Ende März im Rathaus Nidda (1. Stock) zu sehen.

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