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Verbündete aus Industrie und Handwerk

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Auftakt der Bäckertüten-Aktion mit (v. l.) Matthias Fritzel, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Bürgermeister Thorsten Eberhard, IHK-Präsident Rainer Schwarz, IHK-Vizepräsidentin Dr. Angelika Schlaefke, Gastgeberin Katharina Rank, Landrat Jan Weckler und Obermeister Uwe Rumpf. © Elfriede Maresch

Die Industrie- und Handelskammer der Region feiert. Es gibt Veranstaltungen, Fachvorträge, Baumpflanzaktionen und eine Bäckertüten-Aktion. Dafür traf man sich in der Bäckerei Rank in Nidda.

Mitmachen - Mitbewegen - Mitgewinnen« lautet das Motto der Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg, die als Unternehmer-Mitmachorganisation rund 50 000 Unternehmen in den Kreisen Gießen, Wetterau und Vogelsberg umfasst. Das gilt auch im besonderen Jahr 2022, da sie ihr 150-jähriges Bestehen feiern kann. Organisiert wird eine Reihe einfallsreicher Veranstaltungen von Fachvorträgen und einem feierlichen Festabend bis zu Baumpflanzaktionen. Dazu gehört die Bäckertüten-Aktion, deren Auftakt jetzt in der Niddaer Stadtbäckerei Rank organisiert wurde.

Zwischen 4. Mai und 21. Juni werden in Zusammenarbeit mit Betrieben der Bäckerinnung 15 mal 150 Brötchen verlost und zwar an je fünf Gewinnerinnen und Gewinner in allen drei der IHK angehörenden Landkreisen. Wie Kunden zu diesem Gewinn kommen? Derzeit werden die Backwaren in insgesamt 100 000 Tüten mit QR-Codes verpackt. Wer den Code einscannt oder die Website www.ihk150.de besucht, hat die Chance, am 21. Juni als Gewinner gezogen zu werden. Teilnahmeschluss ist der 19. Juni. Die Gewinner müssen nicht Mitglied einer kopfstarken Großfamilie sein und den Brötchensegen in einem Rutsch verteilen, wie IHK-Präsident Rainer Schwarz launig anmerkte. An alle in diesem Kreis geht ein kleines Rabattheft und die mitgenommenen Brötchen werden nach und nach darin abgestempelt. So sind die Kunden nicht ortsgebunden, sondern können bei den beteiligten Partnerbetrieben der Aktion, die im Internet nachzulesen sind, Brötchen unterschiedlicher Sorten abholen.

Signal für heimische Wirtschaft

Die Vertreter von Wirtschaft und Kommunalpolitik betonten die Bedeutung der IHK für die heimische Wirtschaft. Die haben allerdings ihr eigenes Selbstbewusstsein: »Immerhin sind wir 26 Jahre älter als die IHK«, sagte Katharina Rank lächelnd, im Familienbetrieb zuständig für den Vertrieb. Tatsache: 1846 gegründet, hat die Bäckerei nie ihren Standort geändert, die Backstube ist nach wie vor an derselben Stelle, wenn auch mit erheblich weiterentwickelter Einrichtung.

»Wir sind gratulierende Gäste, aber auch Verbündete!«, betonte Schwarz in seinem Grußwort. Schwarz erinnerte an die Anfänge der Handelskammern in Gießen ab 1872, in Friedberg ab 1898. Nach wie vor in allem Auf und Abs der Geschichte bis zur Fusion beider Kammern 1998 und bis heute sei das Ziel, die wirtschaftliche Förderung der Partnerbetriebe, die qualifizierte Aus- und Weiterbildung, die günstige Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen bis hin zu Fragen der Digitalisierung sowie die Interessenvertretung in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik. Wertschätzend wies er auf regionale Familienbetriebe mit bodenständigen Produkten wie die Stadtbäckerei Rank hin.

Von den IHK-Jubiläumsveranstaltungen als einem »Puzzlebild«, das zugleich die Wirtschaftslandschaft Wetterau mit ihren mittelständischen Unternehmen unterschiedlicher Größe spiegle, sprach Landrat Jan Weckler. Diese Unternehmen sicherten Arbeitsplätze und Nahversorgung, erwirtschafteten Gewerbesteuer und mehr. Auch die Firma Rank bietet 45 Arbeitsplätze in Voll- und Teilzeit »vor der Haustür«.

Ein aktuelles Problem sprach Uwe Rumpf, Obermeister der Bäckerinnung, an: »Mir brauche Leut, mir brauche Fachkräft«!« Er hob die gute Zusammenarbeit der Interessenvertretungen zum Nutzen der Mitglieder hervor. So ist die Firma Rank sowohl Mitglied in der IHK Gießen-Friedberg wie auch in der Bäckerinnung des Wetteraukreises und Katharina Rank betonte in ihrem Grußwort die gute Vernetzung.

Ein »150 Jahre-Gebäck« übergab sie an Rainer Schwarz. Diesen Gedanken vertiefte Matthias Fritzel, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Wetterau: »Die IHK und die Handwerkskammer sind keine Gegenspieler, sondern Arbeitspartner mit erheblichen Schnittmengen«, betonte er.

Tradition mit Innovation

Die Firma Rank verbinde Tradition mit Innovation, betonte Bürgermeister Thorsten Eberhard, und sei mit ihren Spezialitäten wie Mett-, Handkäs- und BBQ-Kreppel weit über die Region bekannt geworden. Er habe eigentlich für diesen Tag einen neu erfundenen IHK-Kreppel erwartet, aber Seniorchef Thomas Rank konterte schlagfertig: »Die Kreppelsaison iss vorbei!«

Und schon werden im Laden die Backwaren in Tüten mit Jubiläumslogo und QR-Code verpackt, für die Kundschaft rücken damit die Gewinnchancen näher.

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