Am Sonntag kommt das Kino nach Hause

  • Dagmar Bertram
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Nidda (pm/dab). Um die Kinobetreiber in der aktuellen Krise zu unterstützen, haben Jan Krüger und Jörg Trentmann vom Filmverleih Port au Prince Pictures eine Hilfsaktion auf die Beine gestellt. Am Sonntag, 10. Mai, wird es einen virtuellen Kinotag geben. Dabei wird Nora Fingscheidts »Systemsprenger« gezeigt, ergänzt um Live-Gespräche mit den diesjährigen Preisträgern des Deutschen Filmpreises.

Die praktische Umsetzung sieht so aus, dass die Zuschauer auf der Virtual Theatre Plattform cvod.de von zu Hause in virtuelle Kinosäle »gehen« können. Auf der Internetseite wählen sie ihr Lieblingskino aus, das sie mit einem Teil des Eintrittspreises direkt unterstützen - auch das Lumos in Nidda macht mit. Dafür kann man am Aktionstag den Film »Systemsprenger« 24 Stunden lang streamen sowie über den Zugangslink zum Live-Stream an den Fragerunden teilnehmen. Zu Gast sind unter anderem Regisseure, Schauspieler, Drehbuchschreiber, Cutter und Tongestalter.

Der Arthaus-Kinoerfolg »Systemsprenger« von 2019 handelt von der zehnjährigen, schwer traumatisierten Benni. Das Mädchen muss immer wieder zu neuen Pflegefamilien, will aber viel lieber bei ihrer Mutter sein. Doch die ist völlig überfordert mit ihrem Kind, hat Angst vor ihm. Der Film zeigt, wie das Umfeld und die Institutionen an dem Mädchen scheitern: Benni sprengt das System.

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