Jannis ist vier und neu in Nidda. Er ist sehr glücklich, dass "sein" Kirschbaum von Hannover mit in die Wetterau gezogen ist. 	FOTO: PV
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Jannis ist vier und neu in Nidda. Er ist sehr glücklich, dass »sein« Kirschbaum von Hannover mit in die Wetterau gezogen ist. FOTO: PV

Neue Wurzeln

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Nidda (pm). Das ist mal ein etwas anderes, aber nachhaltiges Geburtstagsgeschenk. Jannis Vogler hat zu seiner Geburt einen Baum geschenkt bekommen. Nun ist Jannis vier Jahre alt, und »sein« Kirschbaum kann schon eine Geschichte erzählen: Von Wurzeln, Umzügen, Zweifeln und vielen fleißigen Helfern.

Jannis ist neu in Nidda, und auch der Kirschbaum ist neu. Der Baum ist nämlich genau wie Jannis umgezogen. Dass das mit einem Baum funktioniert, hatten Jannis’ Eltern zunächst nicht geglaubt.

2016 wurde das Kirschbäumchen am Standort des ehemaligen Familienbaumes nahe Hannover gepflanzt. Ein alter und immer noch beliebter Brauch. Doch als die junge Familie umziehen musste, machte man sich Gedanken, was denn jetzt mit dem schon stattlich gewachsenen Kirschbaum passieren soll. Allen Unkenrufen zum Trotz wurde mit vielen Händen hart gearbeitet und der Baum für den Umzug bereit gemacht.

Endlich in Nidda angekommen stand er einige Zeit zusammen mit vielen anderen, ehemaligen Gartennachbarn und wartet auf seinen Einzug. Als er dann anfing zu blühen und somit zeigte, dass auch er hier angekommen ist, wollte man ihm endlich auch ein zu Hause geben. Das ist nun gefunden. Nahe dem Wohnsitz im Schloss Nidda steht jetzt der Kirschbaum.

Garten zu klein

Der Platz im Garten der Familie Vogler war nicht groß genug, um dem Kirschbaum einen angemessenen Standort zu bieten. Daher fragten die Voglers bei der Stadt nach, ob es da nicht eine Möglichkeit gäbe. Als sie von der Umweltbeauftragten Birgit Herbst hörten, dass die Stadt mit Freuden einen neuen Baum auf den öffentlichen Flächen pflanzen lassen möchtet, waren alle mehr als glücklich.

Jannis’ Baum bekam einen neuen Standort, der jetzt sogar fast vor der Haustür liegt. Für die Stadt hat die Aktion auch einen Vorteil: Der Baum soll nicht nur die Bürgerinnen und Bürger erfreuen, sondern soll auch einen Betrag zur Erhaltung des wichtigen Baumbestandes in der Ortslage leistet.

Die Pflege des Baumes ist Ehrensache für Jannis und seine Eltern. Sie freuen sich darauf, vielleicht schon in diesem Jahr die ersten Kirschen pflücken zu können. Dies ist der erste von vielen Bäumen, wünscht sich Bürgermeister Hans Peter Seum, die im Zuge der Kampagne »Nidda pflanzt Zukunft« von den Bürgerinnen und Bürgern in den Stadtteilen gepflanzt werden.

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