dab_kino_090721_4c_1
+
Devaki Patil (l.) und Julia Pietsch vom Projektteam »SchulKinoWochen« bringen Kinder mit dem Thema Film in Berührung.

Kino für eine bessere Welt

  • VonGeorgia Lori
    schließen

Nidda (geo). Das Lumos-Kino konnte am Dienstag einen besonderen Gast begrüßen. Devaki Patil, Darstellerin im Film »Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten«, stand Drittklässkern der Otto-Dönges-Schule Rede und Antwort. Ihr Besuch war Teil der 15. »SchulKinoWochen«.

Im Anschluss an vier Vorführungen fanden Filmgespräche statt, die Julia Pietsch vom Projektteam »SchulKinoWochen« moderierte. Pietsch ist für die Region Mittelhessen mit 15 Kinos zuständig. »Für Kinder in diesem Alter ist es besonders interessant, wenn ein Gast dabei ist, weil sie dann die Chance haben, auf den Film zugeschnittene Fragen zu stellen. Für sie ist es immer etwas Besonderes, mit jemandem, der in einem Film mitgewirkt hat, reden zu können.«

Geheimnisvolle Flaschenpost

Wie Pietsch erklärte, finden die »SchulKinoWochen« jedes Jahr für Grund- bis Oberstufenschüler statt. Ziel sei es, Kinder mit dem Thema Film in Berührung zu bringen. Der 85-minütige Film »Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten« ist der erste Kinofilm von Tobias Krell alias »Checker Tobi«, der einem jungen Publikum aus über 100 Folgen der KiKA-Kinder-Wissenssendung »Checker Tobi« bekannt ist.

In dem Film findet Tobi eine Flaschenpost, die verspricht, die Geheimnisse unseres Planeten zu offenbaren. Auf seiner abenteuerlichen Reise begegnet er Seedrachen, Eisbergen und Feuer speienden Vulkanen. Patil unterstützte ihn dabei in Indien. »Auch im letzten Jahr stand ›Checker Tobi‹ auf der Liste der ›SchulKinoWochen‹, außerdem der beliebte Animationsfilm ›Die sagenhaften Vier‹. Extrem beliebt war auch ›Die kleine Hexe‹ «, weiß Pietsch.

Für die Unterstufe und Mittelstufe wurde der Film »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« gegeben sowie der Film »The hate you give« der auch gerne im Originalton Englisch gesehen wurde.

Patil, 29 Jahre, ist in Mumbai geboren und aufgewachsen. In der bevölkerungsreichsten Stadt Indiens studierte sie Wirtschaft. Heute lebt und arbeitet sie in Deutschland. »Ich habe Tobi meine Heimatstadt Mumbai gezeigt«, sagte sie. Für sie sei interessant gewesen, dass sie durch den Film selbst ihre Stadt neu entdeckt habe. In Indien sei es normal, Wasser aus einer Flasche zu trinken, ohne diese mit dem Mund zu berühren. So könne man das Wasser mit anderen Menschen teilen, erzählte Patil. Auch bewegten Inder gerne den Kopf und die Augen beim Sprechen. Patil führte Tobi und sein Filmteam auch durch den größten Slum Asiens. »Für mich war das etwas Neues.« Es gebe sogar offizielle Touren durch das Elendsviertel.

Gedreht wurde im Jahr 2017, auch in Grönland, Spanien und Australien. 2019 kam der Film dann in die Kinos. Patil wirkte erstmals vor der Kamera mit. Ihre Brötchen verdient sie als IT-Beraterin.

Die Kinder fragten nach, ob das Filmteam wirklich an all den Orten war, die auf der Leinwand zu sehen sind, wie lange die Dreharbeiten gedauert haben und wie das Leben in Indien im Vergleich zu Deutschland ist. Sie wollten außerdem wissen, wieso viele Menschen in Mumbai nur drei Stunden am Tag Zugang zu Wasser haben, was während der Monsunzeit geschieht und wie es ist, vor einer Kamera zu stehen.

Der Film »Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten« thematisiert die Wichtigkeit von Wasser und regt an, darüber nachzudenken, was jeder Einzelne gegen die Klimaerwärmung der Erde unternehmen kann. In der Themenreihe »17 Ziele - Kino für eine bessere Welt« setzen sich insgesamt sechs ausgewählte Filme in diesem Programm mit Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen auseinander. Zu den Themen gehören sauberes Wasser, menschenwürdige Arbeit und Maßnahmen zum Klimaschutz.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare