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Junger Häftling flüchtet in Handschellen: Fahndung dauert an

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Nidda (ko). Ein 24-jähriger Häftling ist am Donnerstagvormittag vor einem Vorführungstermin beim Amtsgericht geflohen. Der mit Handschellen gefesselte Mann rannte im Innenhof des Gerichts davon, wie die Polizei in Friedberg mitteilte. Die Fahndung dauert an. Noch immer gebe es keine heiße Spur, sagte ein Sprecher der Polizei in Gießen am Freitag.

Polizisten hatten ihn aus der JVA Butzbach geholt, wo er eine Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung verbüßt. Bei der Suche setzte die Polizei mehrere Streifenwagen und einen Hubschrauber ein, doch zunächst ohne Erfolg.

Der 158 cm große und schlanke Mann war bekleidet mit grauem Trainingsanzug und schwarzer Ledermütze. Er hat braune Haare und Tätowierungen an der linken Hand. Er spricht gebrochen deutsch.

Das Justizministerium trage für den Vorfall keine Verantwortung, erklärte Dagmar Döring, Pressesprecherin von Minister Jörg-Uwe Hahn. »Wir werden den Vorfall beraten und uns dann eventuell öffentlich äußern«, so Döring. Hierzu gehöre auch die Frage, wo die Wachpolizisten waren, als der Gefangene das Weite suchte.

Die interne Prüfung des Vorfalls ergab jedoch, dass man nicht zuständig sei. Schließlich sei der 24-Jährige vor dem Gericht geflohen - und das sei Sache der Polizei.

Zwischenzeitlich hatte der Wetterauer Polizeisprecher Jörg Reinemer bestätigt, dass der wohnsitzlose Niddaer entkommen war. Laut Reinemer war der Gefangene im Innenhof des Amtsgerichts gegen 10.50 Uhr plötzlich in Richtung der Schulen weggerannt. In Rundfunkdurchsagen wurden die Autofahrer gewarnt, im Raum Nidda/Schotten Anhalter mitzunehmen.

Entflohener Häftling wieder gefasst

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