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»Buddy« ist für viele Schüler ein Highlight im Unterricht.

»Buddy« ist ein Klassenhund

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Nidda (pm). Seit Schuljahresbeginn wird an der Alteburgschule in Nidda (ehemals Mittelstufenschule) tiergestützte Pädagogik in einer der fünften Klassen praktiziert. Die Klassenlehrerin der 5aM lässt für diese Form des Unterrichts ihren Hund »Buddy« und sich selbst speziell ausbilden. Den Vierbeiner bringt sie nun regelmäßig mit zu ihren Fünftklässlern und kann nach mehreren Monaten hundegestützter Schulstunden schon ein kleines Resümee ziehen.

Und dieses Resümee fällt überaus positiv aus. Die Lehrerin, die seit vielen Jahren in Nidda unterrichtet, weiß um den Wert der tiergestützten Pädagogik. Auch in ihrem Unterricht zeigt sich, dass die positive Wirkung des Tieres auf den Bildungsprozess enorm ist. »Buddy« liegt einfach da und schaut in die Runde, oder er spaziert gemächlich durch den Klassenraum. Und immer mehr lernen die Schülerinnen und Schüler, Rücksicht zu nehmen. »Das ist fantastisch«, freut sich die Lehrerin über dieses recht profane Mittel, Kinder zur Ruhe zu bringen, »wofür man als Lehrer sonst sehr viel Energie aufwenden muss«, schmunzelt sie. »Manchmal wird Buddy aktiv in den Unterricht eingebunden. In diesen Phasen ist die Anwesenheit des Tieres für die Kinder sehr motivierend. Selbstverständlich wird aber auch auf den Tierschutz geachtet. Daher wird ›Buddy‹ niemals als ›Arbeitsmittel‹ eingesetzt, sondern findet seinen Einsatz nur dann, wenn es die Situation erlaubt. Ruhe- und Erholungsphasen für den Schulhund haben eine hohe Priorität«, erklärt die verantwortliche Lehrkraft.

Auch die Schülerinnen und Schüler können bereits sehr viel Positives über ihr Lernen von und mit »Buddy« berichten. »Er ist mein liebster Mitschüler«, sagt zum Beispiel ein Junge. Und eines der Mädchen erklärt: »s’ Buddy‹ bringt uns allen bei, ruhiger zu sein. Das finde ich toll.« Und »Buddy«? »Wenn er sprechen könnte, würde er bestimmt sagen, dass er in einer tierisch netten Klasse ist«, freut sich die Klassenlehrerin, denn die Kinder lieben ihren Hund.

Sozialkompetenz stärken

Schulleiterin Kerstin Andrea Schmidt lobt das Konzept der tiergestützten Pädagogik, das an ihrer Schule nun umgesetzt wird. Die Schulleiterin sagt: »s’ Buddy‹ geht es sehr gut bei uns. Er ist oft mit im Unterricht, hat aber auch viele Ruhephasen.« Kerstin Andrea Schmidt ergänzt: »Schule wird durch die tiergestützte Pädagogik - neben den Schwerpunkten ›Berufsorientierung‹ und ›Umweltschule‹ - um ein weiteres wichtiges Element ergänzt, mit dem Kinder auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden wichtige Schlüsselqualifikationen erlernen. Die Sozialkompetenz der jungen Menschen wird dadurch nachhaltig gestärkt.« FOTO: PV

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