Christina Christ hat ihr Abi auf der Bad Nauheimer St.-Lioba-Schule gemacht und ist dann nach München gegangen.
+
Christina Christ hat ihr Abi auf der Bad Nauheimer St.-Lioba-Schule gemacht und ist dann nach München gegangen.

Star-Besetzung

Bad Nauheimerin produziert Serie

  • Sabine Bornemann
    vonSabine Bornemann
    schließen

Die Bad Nauheimerin Christina Christ ist erfolgreiche Produzentin. Jetzt ist ihre erste Serie fertig: "Unter Freunden stirbt man nicht". Mit dabei: Adele Neuhauser, Michael Wittenborn, Heiner Lauterbach, Iris Berben und Walter Sittler als Leiche.

Zusammenhalt und Freundschaft - das könnte derzeit gar nicht wichtiger sein. Und genau darum dreht sich auch die neue Serie "Unter Freunden stirbt man nicht". Produziert hat sie die Bad Nauheimerin Christina Christ. Mit einem hochkarätigen Cast. Die Serie ist ab sofort beim Streaming-Dienst TVNOW zu sehen. Ab kommendem Jahr dann auf VOX.

In der vierteiligen Mini-Serie spielt Walter Sittler eine Leiche. Seine vier Freunde - gespielt von Adele Neuhauser, Michael Wittenborn, Heiner Lauterbach und Iris Berben - haben mit dem Toten alle Hände voll tun. Denn Hermann (Sittler) soll den Nobelpreis bekommen. Und da dieser nur an Lebende verliehen wird, müssen seine Freunde den Tod aber verschleiern, damit Hermann endlich zu seiner Ehrung kommt.

Zusammenhalt zieht sich durch die gesamte Serie: Schauspieler und alle anderen Beteiligten haben in Zeiten von Corona ganz besonders zusammengehalten. Als es Anfang April mit den Dreharbeiten losgehen sollte, kam - wie bekanntlich - alles anders.

Dreharbeiten als Herausforderung

"Alle Darsteller und nahezu das gesamte Team sind uns ›erhalten‹ geblieben"", sagt Produzentin Christ. Das sei bei diesen hochkarätigen Schauspielern nicht selbstverständlich. Alle haben ihre Terminpläne geändert und sich Zeiten für genau diese Serie und einen späteren Zeitpunkt zum Drehen frei gehalten. Gedreht wurde in und der Umgebung von Köln. Die Pandemie hat alle vor größere Herausforderungen als sonst gestellt: Gedreht werden kann nur mit regelmäßigen Testungen des Teams und der Schauspieler sowie mit verordneter Quarantäne. Doch es hat alles geklappt. Herausgekommen ist eine vierteilige Mini-Serie. Jede der vier Folgen dauert 45 Minuten und widmet sich jeweils einem der vier Figuren der Serie. Die Episoden tragen die Namen der Charaktere.

Für Christina Christ stellte das Projekt auch eine große Herausforderung dar. Es war nach dem Start in der Firma ihr erstes Projekt und unter Corona-Bedingungen noch schwieriger.

Seit zwei Jahren leitet sie die damals frisch gegründete Unit "Keshet Tresor Fiction". Hier werden hochwertige Filme und Serien produziert. Zum einen aus Eigenentwicklungen, zum anderen aus Adaptionen, wie bei "Unter Freunden stirbt man nicht".

Vorbild ist die israelische Serie "Stockholm". Drehbuchautor Claudius Pläging (bekannt unter anderem durch den Film "Der Vorname") hat die Geschichte adaptiert. Die Struktur und die Grundgeschichte blieben dabei ähnlich, Figuren oder Dialoge hat er entsprechend ausgeformt und neu kreiert.

"Keshet" ist der größte private Fernsehsender in Israel. Daher hat die deutsche Dependance exklusive Zugriffsrechte auf verschiedene Fernsehformate aus dem Mutterhaus.

Der Tod ist Thema in der Serie. "Erzählt wird in einer Balance aus tiefgründigem Witz und Emotionalität", sagt Christ.

Sie hat, wie sie von sich sagt, schon immer eine große Leidenschaft fürs Fernsehen gehabt. "Ich wollte Fernsehen machen und Menschen unterhalten." Genau das hat sie gemacht und geschafft. Nach dem Abitur auf der St.-Lioba-Schule in Bad Nauheim hat sie zunächst in München eine Ausbildung beim Sender RTL2 zur Kauffrau für audiovisuelle Medien gemacht. "Das Handwerkszeug gelernt", meint sie.

Danach hat sie an der Hochschule für Fernsehen und Film München Produktion und Medienwirtschaft studiert und nach dem Abschluss zuletzt als Produzentin bei der Bavaria gearbeitet, bevor das Jobangebot von Keshet Tresor Fiction kam.

Christina Christ lebt in München. Ihre Mutter in Bad Nauheim. Regelmäßig kommt sie in die Wetterau zurück. "Meine kleine Tochter freut sich immer so auf die Oma."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare